Coronavirus
UKM nimmt die ersten beiden niederländischen COVID-19-Patienten auf

Münster -

Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Land NRW und den Niederlanden wurden am Freitag zwei Patienten aus Almere per Helikopter zur Uniklinik Münster (UKM) verlegt. Hintergrund ist der große Mangel an Kapazitäten für die intensivmedizinische Versorgung von COVID-19- Patienten in den Niederlanden.

Freitag, 23.10.2020, 18:29 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 19:24 Uhr
Coronavirus: UKM nimmt die ersten beiden niederländischen COVID-19-Patienten auf
Fliegende Intensivstation: Per Helikopter erreichte heute Mittag der erste von zwei Patienten aus dem niederländischen Almere das UKM. Foto: UKM

Am Freitagmittag sind intensivpflichtige COVID-19-Patienten aus den Niederlanden per Helikopter zum UKM verlegt worden. Damit unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen, das über rund fünf Mal so viele Intensivbetten verfügt wie die Niederlande, wie bereits im Frühjahr die Versorgung von schwerkranken COVID-19-Patienten aus dem Nachbarland.

Nach der Anfrage der niederländischen Regierung Ende September beim Land NRW und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann  sind bisher 87 Kliniken dem Aufruf des UKM gefolgt, freie Betten für niederländische Patienten zur Verfügung zu stellen. Nach Aufnahme der ersten beiden Patienten heute stehen aktuell noch 83 weitere Intensivbetten in NRW zur Verfügung. Mit der Koordination des Projekts wurde – wie bereits im Frühjahr – das UKM vom NRW-Gesundheitsministerium beauftragt.

Bisher sind für heute keine weiteren Patienten vom Nationalen Koordinierungszentrum für Patientenverteilung (LCPS) zum Transport nach NRW angekündigt. Aufgrund der hohen Infektionszahlen in den Niederlanden ist die Lage jedoch dynamisch und kann sich jederzeit ändern.

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