Aktuell drei Corona-Patienten
UKM-Intensivstation ist auf mehr Infizierte vorbereitet

Münster -

Die Uniklinik ist nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, mehr Corona-Infizierte auf der Intensivstation zu behandeln. Innerhalb von 48 Stunden könne man die Kapazitäten deutlich hochfahren.

Freitag, 23.10.2020, 18:15 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 19:24 Uhr
Drei Corona-Infizierte werden am UKM intensiv behandelt.
Drei Corona-Infizierte werden am UKM intensiv behandelt. Foto: dpa

Der Leiter der internistischen Intensivmedizin am Uniklinikum Münster (UKM) rechnet damit, dass die Zahl der Corona-Intensivpatienten in der nächsten Zeit ansteigen wird. „Das ist mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen zu erwarten“, sagt Dr. Jan Sackarnd. Für einen deutlichen Anstieg gebe es allerdings derzeit keine Anhaltspunkte. Das UKM sei aber auf jeden Fall auf einen Anstieg vorbereitet.

Aktuell befinden sich drei Corona-Patienten auf der Intensivstation des UKM, darunter zwei Niederländer, die am Freitag per Hubschrauber nach Münster gebracht wurden. Insgesamt hat die Klinik 135 Intensivbetten, 127 sind derzeit in Betrieb, rund ein Dutzend ist aktuell frei. Sollten mehr Corona-Infizierte auf die Intensivstation drängen, könne man innerhalb von 48 Stunden weitere 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten für diese Patienten bereitstellen, so Sackarnd.

Weitere Intensiveinheit mit rund zwölf Betten 

Im Frühjahr, als im Stadtgebiet rund 700 Personen zeitgleich mit Corona infiziert waren, behandelte das UKM maximal sechs Corona-Patienten gleichzeitig auf der Intensivstation, berichtet der Mediziner.

Die Corona-Infizierten, die aktuell im UKM in Behandlung sind, befinden sich auf einer speziellen Station, in der auch Patienten mit anderen hoch infektiösen Krankheiten sicher behandelt werden können, so Sackarnd. Sollte die Zahl der Corona-Patienten auf acht steigen, werde das UKM eine weitere Intensiveinheit mit rund zwölf Betten ausschließlich für Corona-Betroffene bereitstellen. Die dort betreuten Patienten mit anderen Erkrankungen müssten dann auf andere Intensivbereiche verlegt werden. Denkbar sei auch, Operationen, bei denen anschließend eine Intensivbetreuung erforderlich ist, zu verschieben. Doch ein solcher Schritt liege derzeit in weiter Ferne. Aktuell, so Sackarnd, seien „keine Engpässe zu erwarten“.

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