Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ verteilt Leuchtarmbänder
Sich und anderen Frauen ein sicheres Gefühl geben

Münster -

Sie sind pink, sie reflektieren, sie sind nicht zu übersehen. Und das ist der angenehme Nebeneffekt der Armbänder des Frauennotrufs. Sie sind Teil der Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ – Frauen, die sie tragen, signalisieren anderen also, dass sie potenzielle Ansprechpartnerinnen sind.

Dienstag, 27.10.2020, 15:59 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 17:26 Uhr
Klare Signale durch Armbänder und Sticker: Daniela Stöveken (v.l.), Leonie Freitag und Lina Lippke vom Frauennotruf Münster zeigen, wie die Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ aussieht.
Klare Signale durch Armbänder und Sticker: Daniela Stöveken (v.l.), Leonie Freitag und Lina Lippke vom Frauennotruf Münster zeigen, wie die Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ aussieht.

Die Tage werden kürzer, und in der Stadt gibt es die ein oder andere Straßenecke, die nicht gut ausgeleuchtet ist. Damit sich Frauen trotz Dunkelheit sicher fühlen, hat der Frauennotruf Münster seine Kampagne „Frauen sicher unterwegs“ ausgeweitet. Das neue Accessoire des Vereins hat gleich zwei Vorteile. Es ­signalisiert anderen Frauen: „Du bist nicht allein, du kannst mich gerne ansprechen.“ Und es schützt die Trägerin, da es reflektiert, im Straßenverkehr.

Die neuen leuchtend pinken Schnapparmbänder sind eine Ergänzung zu den Fahrradaufklebern und Stoffarmbändern, die der Frauennotruf in den vergangenen Jahren verteilt hat. „Wir haben uns das für die dunkle Jahreszeit überlegt, weil sie gut sichtbar sind und ja auch über der Kleidung getragen werden können“, erklärt Daniela Stöveken vom Frauennotruf die Aktion.

Das Ziel der Armbänder ist das gleiche, wie das der bislang bereits verteilten Aufkleber für das Schutzblech: „Wir wollen damit das Sicherheitsgefühl und die Solidarität untereinander stärken“, sagt Lina Lippke vom Frauennotruf. „Zu sehen, da ist jemand, vermittelt ja auch ein Gefühl von Sicherheit“, so die Initiatorinnen. Dabei ist klar: Je mehr Frauen mit­machen, desto größer ist die Wirkung, desto weniger fühlt sich die einzelne allein.

„Die Kampagne lebt davon, weitergetragen zu werden“, sagt Stöveken. Die Armbänder werden unter anderem vom Hochschulsport und vom Frauensportverein verteilt. Frauen können sich diese aber auch kontaktlos beim Frauennotruf, Heisstraße 9, abholen: montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. Es gilt: ein Band pro Frau, damit möglichst viele eins erhalten. „Für eine Freundin darf man aber eins mitnehmen“ – Hauptsache, es wird verteilt.

 

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