Neue Einschnitte
Lewe sieht Corona-Beschränkungen kritisch

Münster -

Oberbürgermeister Markus Lewe macht sich sich angesichts der Einschränkungen Sorge um Gastronomie und Kultur. Und er bezieht klar Position.

Mittwoch, 28.10.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 17:51 Uhr
Münster Oberbürgermeister Markus Lewe
Münster Oberbürgermeister Markus Lewe Foto: Matthias Ahlke

Oberbürgermeister Markus Lewe sieht einzelne staatliche Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie durchaus kritisch. Unter anderem sagte er unter Verweis auf die Einschränkungen der Gastronomie trotz deren Hygiene-Konzepte: „Wir können besser geschützte Räume fördern.“ Er sei in großer Sorge, dass es vermehrt zu unkontrollierten privaten Treffen kommen könne, wenn Restaurants und Kneipen schließen müssten.

Vertrösten sei „absurd“

Generell fehle eine Strategie, sagte der OB. Es sei vernünftiger, davon auszugehen, dass es in den nächsten fünf Jahren keinen Impfstoff gebe als ständig zu vertrösten. „Das ist völlig absurd.“ Nach einer Krisensitzung mit den Landräten und der Regierungspräsidentin am Mittwoch sprach sich Lewe angesichts der sich verschärfenden Krise für die Einführung einer Tracking-App zur Lokalisierung aus.

Zugleich kritisierte er, dass es für das 50 Millionen-Euro-Paket des Landes für Lüftungsanlagen noch keine Antragsmöglichkeiten gebe. Bei den kulturellen Angeboten empfahl Lewe, weniger auf die Besucherzahlen, sondern mehr auf die Hygiene-Konzepte zu gucken. „Was heute an kultureller Infrastruktur zerstört wird, wird nie wieder aufbaubar.“ 

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