Folgen des Tarifabschlusses für Stadtkasse
Mehrausgaben nicht so hoch wie erwartet

Münster -

Mehrfach haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn gestreikt. Der nun erzielte Tarifabschluss bringt für den Haushalt der Stadt Münster Mehrbelastungen mit sich. Diese fallen allerdings anders aus als erwartet.

Samstag, 31.10.2020, 12:00 Uhr
Kurz nach dem letzten großen Streiktag Mitte Oktober haben Arbeitgebervertreter und die Gewerkschaft Verdi einen Kompromiss erzielt. Und der hat auch Auswirkungen auf die Stadt Münster.
Kurz nach dem letzten großen Streiktag Mitte Oktober haben Arbeitgebervertreter und die Gewerkschaft Verdi einen Kompromiss erzielt. Und der hat auch Auswirkungen auf die Stadt Münster. Foto: Joel Hunold

Der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst kostet die Stadt Münster natürlich Geld, stellt die Etatplanung aber nicht vor Probleme.

So kann man die Reaktion des städtischen Personaldezernenten Wolfgang Heuer bewerten, der auf Anfrage unserer Zeitung nachgefragt hat. Er schreibt: „Bei der Planung des städtischen Personalbudgets für das Jahr 2020 haben wir mit Blick auf den auslaufenden Tarifvertrag eine Erhöhung um 2,5 Prozent zum 1. September einkalkuliert.“

Der jetzt vorliegende Abschluss, der für alle Beschäftigten auch eine Einmalzahlung als sogenannte Corona-Prämie vorsehe, die noch in diesem Jahr ausgezahlt werden soll, führe „zu einer Mehrbelastung gegenüber der bisher eingestellten Planung in Höhe von 900 000 Euro“, so Heuer weiter.

Mehrbelastung geringer als erwartet

In den Jahren 2021 und 2022 gibt es jeweils zum 1. April Tariferhöhungen um 1,4 beziehungsweise 1,8 Prozent. Damit erreicht der Wert nicht die von der Stadt eingeplante Tarifsteigerung.

Heuer rechnet vor: „Aufgrund des Tarifabschlusses werden die Personalaufwendungen für das Jahr 2021 um rund 1,5 Millionen Euro und für das Jahr 2022 um rund 3,2 Millionen Euro unter den Planwerten liegen.“ Das heißt nicht, dass die Personalwendungen sinken. Wohl aber, dass sie nicht so stark steigen, wie es das Personaldezernat in ihrer eigenen Kalkulation berechnet hat.

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