Stadtgeschichte im Playmobil-Format
Dinos, Droste, Onkel Willi: Tausende Spielfiguren im Stadtmuseum

Münster -

Mit Tausenden Playmobil-Figuren wird im Stadtmuseum die Stadtgeschichte nachgestellt. Die eindrucksvolle Ausstellung wird allerdings erst nach Ende des jüngsten Corona-Lockdown zu sehen sein.

Samstag, 31.10.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 12:34 Uhr
Mit Tausenden Playmobil-Figuren wird im Stadtmuseum die Stadtgeschichte nachgestellt.
Mit Tausenden Playmobil-Figuren wird im Stadtmuseum die Stadtgeschichte nachgestellt. Foto: Oliver Werner

Sie alle sind mit dabei: Bischof Liudger und die Wiedertäufer, Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und Entertainer Götz Alsmann, Zoo-Gründer Hermann Landois und das Team des Münster-Tatorts: Mit Tausenden Playmobil-Figuren lädt das Stadtmuseum zu einer Zeitreise durch 250 Millionen Jahre Stadtgeschichte ein – denn die wohl ungewöhnlichste Ausstellung in der Geschichte des Museums beginnt mit einem Ei, aus dem ein neugieriger Dinosaurier herausschaut.

An diesem Samstag sollte die Ausstellung „Stadtgeschichte(n)“ ihre Pforten öffnen, doch wegen der neuen Corona-Einschränkungen hatdas Stadtmuseum bereits am Freitagabend bis auf Weiteres seine Pforten geschlossen. Ein Trost: Die Ausstellung läuft bis zum 21. September 2021 – und damit so lang wie keine zuvor.

Stadtgeschichte im Playmobil-Format

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  • Playmobil Ausstellung im Stadtmuseum Münster

    Foto: Oliver Werner
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Der Aufbau ist jedenfalls abgeschlossen. Oliver Schaffer, Künstler aus Kiel und seit seiner Kindheit Playmobil-Fan, legte am Freitag letzte Hand an. Der große Saal des Stadtmuseums ist nun ein riesiges Diarama, in dem Höhepunkte der Stadtgeschichte mit Playmobil-Figuren vor atemberaubenden Kulissen nachgestellt werden: die Zeit der Saurier, germanische Siedlungen, Liudgers Wirken und die Zeit der Wiedertäufer, Alltag im Mittelalter und in Adelskreisen, Zoo, Kaiserbesuch, Entwicklung des Stadthafens – um nur einige Szenen zu nennen.

Vor Bäumen und Häusern gibt es germanische Feuerbestattungen und marschierende Soldaten, vor den Stadtmauern warten Belagerer auf ihre große Chance, Zoo-Besucher besichtigen eine Menschenschau. Es gibt unfassbar viel zu entdecken in dieser überwältigenden und zugleich liebevollen Präsentation, die – wenn sie zu sehen sein wird – nicht nur Kinder und Familien begeistern dürfte, sondern auch alle, die vor fast einem halben Jahrhundert mit den ersten Playmobil-Figuren groß geworden sind.

Eine Million Einzelteile

Bei manchen Szenen lässt Schaffer der Fantasie freien Lauf, bei anderen baut er das, was auf historischen Gemälden oder Fotografien zu sehen ist, möglichst originalgetreu nach. Playmobil-Inszenierungen des Künstlers waren auch schon im Louvre zu sehen, die Präsentation in Münster wurde laut Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé erst durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins möglich.

Die Sammlung von Schaffer umfasst mittlerweile 200 000 Figuren und eine Million Einzelteile. Nach einem Jahr werde die Ausstellung im Stadtmuseum wieder abgebaut, sagt Schaffer. Rommé betont allerdings, dass das Haus gerne ein paar münstertypische Figuren behalten wolle. Für sie bietet die ungewöhnliche Ausstellung die Möglichkeit, Stadtgeschichte auf niedrigschwellige und begreifbare Art zu vermitteln.

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