Kleine Aktionen statt Großdemo
„Klimaalarm“ mit vielen Facetten

Münster -

Wenn die eine große Klima-Demo wegen der Corona-Auflagen nicht zu machen ist, muss es eben ganz viele kleine Aktionen geben. Am Samstag herrschte in Münster „Klimaalarm“.

Sonntag, 01.11.2020, 15:00 Uhr
Greenpeace-Aktion in der Gräfte Engelenschanze: Gebäudemodelle von Prinzipalmarkt und Dom wurden symbolisch versenkt
Greenpeace-Aktion in der Gräfte Engelenschanze: Gebäudemodelle von Prinzipalmarkt und Dom wurden symbolisch versenkt Foto: hpe

Die Großdemo wurde wegen Corona abgesagt. Dennoch wollte das Bündnis „Klimaalarm Münster“ am Samstag zumindest mit „lokalen Tatorten“ auf sich aufmerksam machen. Rund 500 Aktivisten beteiligten sich nach Veranstalterangaben an den Aktionen, die laut Polizei allesamt absolut friedlich blieben.

Greenpeace beispielsweise versenkte in der Gräfte an der Promenade Engelenschanze Modelle des Doms und weiterer Gebäude im Wasser, um so auf den Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam zu machen. „Das Schmelzen der Gletscher und des Eises an den Polen lassen den Meeresspiegel bedrohlich ansteigen“, so die Umweltorganisation.

„Schnellerer Ausstieg aus der Braunkohle“

Zur „Münster Horror Climate Show“ gehörte auch ein Stand vor dem SPD-Wahlkreisbüro der Bundeswirtschaftministerin Svenja Schulze an der Bahnhofstraße; die Bund-Jugend kritisierte dort die „völlig unzureichende Klimapolitik der Bundesregierung“ und forderte einen schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle. Mit Gesichtsmasken der Minister Schulze, Klöckner, Altmeier und Scheuer versammelten sich die Jugendlichen um einen Müllsack und warfen Banknoten in die Tonne.

„Fossil Free Münster“ forderte vor dem LWL-Landeshaus einmal mehr aus dem Baumhaus heraus den kompletten Verkauf der RWE-Aktien, im Ludgerikreisel setzten sich „Students for Future“ für weniger Autos und mehr ÖPNV und Radspuren in Münster ein, die „Seebrücke“ mahnte die schnelle Auflösung des Geflüchtetenlagers Moria an, beim Tierrechtstreff ging es um den Protest gegen die Massentierhaltung, „Health for Future“ sah in der Klimakrise schwerwiegende Folgen für Gesundheit der Menschen.

Organisator Sebastian Rümmelein vom „Bündnis Klimaalarm“ war mit der Resonanz zufrieden: „Wir haben es coronagerecht geschafft, auf unsere Forderungen nach Klimagerechtigkeit aufmerksam zu machen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7658771?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker