Corona-Scouts
Stadt prüft Angebote zur Verstärkung im Gesundheitsamt

Münster -

Die Corona-Scouts, die im städtischen Gesundheitsamt die Kontakte der Infizierten nachverfolgen haben angesichts der explodierenden Fallzahlen mehr und mehr zu tun. Hilfe von der Bundeswehr oder Unternehmen, die personelle Unterstützung angeboten haben, ist aber konkret noch nicht angefordert worden.

Dienstag, 03.11.2020, 08:52 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 08:54 Uhr
Corona-Scouts: Stadt prüft Angebote zur Verstärkung im Gesundheitsamt
Im Gesundheitsamt arbeiten unter anderem vom RKI bezahlte Kräfte, um die Infektionsketten nachzuverfolgen. Foto: Matthias Ahlke

Die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infizierten ist, so heißt es seit Tagen vom RKI und Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, in Deutschland wegen der hohen Infektionszahlen momentan nur noch zu einem Bruchteil zu leisten.

Bundeswehr-Einsatz nicht ausgeschlossen

„Aufgrund des großen Infektionsaufkommens kann sich die Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt bei den Kontaktpersonen um zwei bis drei Tage verzögern, hieß es dazu in der vergangenen Woche von der Stadt, die die Anforderung von Hilfe durch die Bundeswehr nicht ausschließen mochte . Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen. „Wir prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten der weiteren Unterstützung für die Kontaktnachverfolgung“, sagt Wolfgang Heuer, Leiter des städtischen Corona-Krisenstabs.

Unterstützungsangebote auf dem Prüfstand

Die Stadt prüfe auch, ob sie weitere Unterstützungsangebote zur Personalverstärkung im Gesundheitsamt annehmen sollte, erklärt das Presseamt auf Anfrage. Entsprechende Offerten liegen vor: Unter anderem hat die Sparkasse Münsterland Ost angeboten, Mitarbeiter zu entsenden. Was die Stadt bisher davon abhält, personelle Hilfe von Bundeswehr oder anderen Stellen anzunehmen, war aktuell nicht Erfahrung zu bringen.

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