Liebenswertes Missgeschick
Ziemlich fertig, die Kanalstraße

Münster -

Am Montagabend war die Kanalstraße wieder befahrbar – theoretisch jedenfalls. Praktisch gab es da allerdings ein Problem. Irgendwie liebenswert, dieses Missgeschick, findet unser Autor, zumal die Straße mittlerweile wirklich wieder befahrbar ist.

Dienstag, 03.11.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 21:14 Uhr
Die Kanalstraße ist wieder befahrbar. Es gab allerdings ein kleines Problem.
Die Kanalstraße ist wieder befahrbar. Es gab allerdings ein kleines Problem. Foto: Matthias Ahlke (Archivbild)

Ja. Wirklich. Ganz bestimmt: Die Kanalstraße ist wieder frei. Eigentlich wäre das gar keine Nachricht, jedenfalls nicht mehr heute. Denn schon am Montag hatte die Stadt in einer Pressemitteilung vermeldet, die Kanalstraße sei ab Montagabend bereits wieder befahrbar. Das Blöde daran: War sie nicht. Auch nicht am Dienstagmorgen. Nein. Wirklich nicht. Ganz bestimmt nicht.

Nun ist es momentan ja gefühlt schwer en vogue, einfach mal irgendetwas zu zu behaupten, egal wie falsch es ist. Irgendwer wird es dann schon glauben. Ein Mann aus einer deutschen Auswandererfamilie hat auf diesem ebenso plumpen wie erfolgreichen Konzept sogar eine Präsidentschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aufgebaut.

Es war ein Irrtum

Ist die Stadt Münster also jetzt auch unter die Populisten gegangen? Eindeutige Antwort: Nein! Dass die Kanalstraße am Dienstagmorgen noch nicht wie angekündigt frei war, war lediglich eines: ein Irrtum. Ja, richtig gehört, so etwas gibt es auch noch. Und die Stadt Münster trägt, jedenfalls eigenen Angaben zufolge, für diesen Irrtum ursächlich nicht mal die Verantwortung. Die Verzögerung habe sich aufgrund eines Missverständnisses zweier am Projekt beteiligter Baufirmen ergeben. Klarer formuliert: Die Absperrungen waren einfach nicht abgebaut worden.

Freie Fahrt, heiße es nun, teilt die Stadt mit – eben nur einen Tag später als ursprünglich angekündigt. Der Teufel liegt lediglich im Detail. Zwei kurzzeitige Vollsperrungen werde es noch geben müssen, schreibt die Stadt.

Aber das war‘s dann – echt jetzt!

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