Ausstrahlung am Sonntag
Münster-Tatort: Schafft "Limbus" einen neuen Quotenrekord?

Münster -

Der Münster-Tatort mit Professor Boerne alias Jan Josef Liefers und Kommissar Frank Thiel alias Axel Prahl ist seit Jahren der erfolgreichste der Krimireihe. Einschaltquoten im zweistelligen Millionenbereich sind garantiert. Am Sonntag (8. November) erscheint die neue Folge "Limbus". Schafft sie einen neuen Quotenrekord? Die Chancen stehen nicht schlecht.

Freitag, 06.11.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 12:39 Uhr
Ausstrahlung am Sonntag: Münster-Tatort: Schafft "Limbus" einen neuen Quotenrekord?
Am Sonntag (8. November) läuft die neue Münster-Tatort-Folge "Limbus" um 20.15 Uhr in der ARD. Jan Josef Liefers (r.) und Axel Prahl (l.) freuen sich auf die neue Folge. Foto: ARD

Jan Josef Liefers scheint sich schon auf die neue Tatort-Folge zu freuen. Der Schauspieler, der in der Krimireihe den Gerichtsmediziner Professor Dr. Boerne spielt, postete am Donnerstagmorgen in den sozialen Netzwerken einen kurzen Ausschnitt und machte damit Werbung für "Limbus".

Sein Kollege Axel Prahl alias Kommissar Frank Thiel postete gleich mehrere kurze Videos von den Dreharbeiten. Er kündigt sogar an: "Das ist der spannendste Tatort, den wir je gedreht haben." Deshalb sollten die Zuschauer unbedingt einschalten, empfiehlt Prahl.

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Und das wieder Millionen Zuschauer einschalten, das ist sicher. Auch die Hürde von zehn Millionen Zuschauern dürfte der Tatort am Sonntag wohl wieder überspringen. Sogar die Voraussetzungen für eine neue Rekord-Einschaltquote sind gegeben.

Brechen die Rekorde von 2017 und 1992?

Am 2. April 2017 saßen 14,56 Millionen Menschen vor den Fernsehbildschirmen und schauten den Münster-Tatort "Fangschuss", der zweitmeistgesehene Tatort seit der gemeinsamen Quotenmessung von Ost und West nach der Wiedervereinigung. Den Rekord hält das Hamburger Ermittler-Duo Stoever (Manfred Krug) und Brockmöller (Charles Brauer). Am 5. Juli 1992 sahen bei „Stoevers Fall“ im Schnitt 15,86 Millionen Zuschauer zu.

Können Thiel und Boerne den eigenen Rekord oder sogar den von Stoever und Brockmöller brechen? Die Konkurrenz im Fernsehen ist am Sonntag eher überschaubar. Da auch aufgrund des "Lockdown light" die Restaurants und Kneipen zu haben und größere Treffen untersagt sind, könnten am Sonntag besonders viele Menschen vor den Fernsehgeräten sitzen.

Hinzu kommt, dass es der erste Münster-Tatort des Jahres ist, die Zuschauer könnten also auf "Entzug" sein. Außerdem ist beim Crossover-Tatort "Das Team", der zu Beginn des Jahres lief, Thiels und Boernes Assistentin Nadeshda Krusenstern, gespielt von Friederike Kempter, ermordet worden. Sie wird am Sonntag in "Limbus" zum letzten Mal im Tatort zu sehen sein. Viele Zuschauer dürften gespannt sein, was passiert. 

Also beste Voraussetzungen für einen neuen Quotenrekord, oder?

Die erfolgreichsten Münster-Tatorte

Platz 1: "Fangschuss", erstmals ausgestrahlt am 2. April 2017, 14,56 Millionen Zuschauer

Platz 2: "Schwanensee", erstmals ausgestrahlt am 8. November 2015, 13,63 Millionen Zuschauer

Platz 3: "Spieglein, Spieglein", erstmals ausgestrahlt am 17. März 2019, 13,58 Millionen Zuschauer

Platz 4: "Feierstunde", erstmals ausgestrahlt am 25. September 2016, 13,31 Millionen Zuschauer

Platz 5: "Mord ist die beste Medizin", erstmals ausgestrahlt am 21. September 2014, 13,13 Millionen Zuschauer

Quelle: ARD

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Faktencheck zum neuen Münster-Tatort

Der Ruf als beliebtester Rechtsmediziner der Tatort-Republik Deutschland ist Prof. Karl-Friedrich Boerne längst gewiss – aber wie realistisch ist seine Arbeit in der Krimi-Serie? Rechtsmediziner Maximilian Hagen vom Uniklinikum Münster (UKM) unterzieht den neuen, am Sonntag erscheinenden Münster-Krimi „Limbus“ einem Fakten-Check: Während der Ausstrahlung ab 20.15 Uhr kommentiert Hagen in kurzen Video-Ausschnitten (die vorher aufgezeichnet wurden) die gezeigten Szenen und klopft die Ermittlungsarbeit von Kommissar Thiel und Boerne auf ihren Realitätsgehalt ab. „Ich selbst bin großer Tatort-Fan und habe als gebürtiger Münsteraner seit jeher ein besonderes Auge für die Fälle aus unserer Stadt“, erklärt Hagen. Die Einschätzungen des Experten können Interessierte auf dem Twitter-Kanal des UKM verfolgen, dort live mitdiskutieren und kommentieren.

Bereits am Ende des vergangenen Jahres hatte Maximilian Hagen den damaligen Münster-Tatort rechtsmedizinisch eingeordnet; den kurzen Videos hatte damals sogar Boerne-Darsteller Jan-Josef Liefers selbst auf Twitter eine „Followpflicht“ bescheinigt. Geplant ist, dass UKM-Experte Hagen die münsterschen Krimis um das kultige Ermittler-Duo nun dauerhaft kommentieren wird – mit der kritischen Genauigkeit eines Mediziners, dabei aber stets im Wissen um den Unterhaltungsanspruch des Formats, heißt es in einer Pressemitteilung vom UKM.

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