Corona-Notfonds
Uni Münster ruft zu Spenden für Studierende auf

Münster -

Die Nebenjobs fallen weg, doch die Kosten laufen weiter: Die Corona-Pandemie trifft auch die Studierenden in Münster hart. Die Uni Münster hat nun erneut zu Solidarität aufgerufen - und bittet um Spenden für einen Corona-Notfonds. 

Freitag, 06.11.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 11:35 Uhr
Corona-Notfonds: Uni Münster ruft zu Spenden für Studierende auf
Gemeinsamer Spendenaufruf für den Corona-Notfonds (v.l.): Hans-Bernd Wolberg (Stiftung WWU Münster), Petra Bölling (Stabsstelle Universitätsförderung), Sophie Kiko (AStA), Prof. Dr. Johannes Wessels (Rektor), Hans-Michael Wolffgang (Universitätsgesellschaft) und Matthias Schwarte (Kanzler). Foto: WWU/Thomas Mohn

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) führt den Corona-Notfonds für Studierende im Wintersemester weiter. Das hat die Uni am Freitag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Angesichts steigender Infektionszahlen und den daraus folgenden Beschränkungen erneuerte das Rektorat, die Stiftung Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universitätsgesellschaft Münster e. V. und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) den Spendenaufruf für die Unterstützung von Studierenden in Not.

"Viele Studentenjobs, zum Beispiel in der Gastronomie, fallen durch den aktuellen Lockdown weg", erläutert Petra Bölling, Leiterin der Stabsstelle Universitätsförderung und Koordinatorin des Fonds. "Dadurch wird es wieder mehr Studierende geben, die in finanzielle Not geraten."

Mehr als 1000 Spender im Frühjahr

Schon im Frühjahr traf es viele Studierende hart, nachdem das öffentliche Leben aufgrund der Corona-Pandemie heruntergefahren worden war. Nebenjobs fielen weg, Eltern konnten ihre Kinder nicht mehr in gewohnter Weise unterstützen. Die Universität Münster reagierte schnell und rief Mitte April den Corona-Notfonds ins Leben – mit bundesweit einmaliger Resonanz.

Mehr als 1000 Spender, darunter Unternehmen, Bürger, Stiftungen und viele WWU-Alumni folgten dem Aufruf und stellten rund 404.000 Euro zur Verfügung. Die Mitarbeiter der AStA-Sozialberatung prüften die Anträge und führten telefonische Beratungsgespräche mit Betroffenen - 878 Anträge wurden bewilligt. Die Förderung von bis zu 450 Euro musste nicht zurückgezahlt werden. Der Fonds ist mittlerweile fast nahezu ausgeschöpft - mit dem erneuten Aufruf für den Corona-Notfonds soll sich das wieder ändern.

Wessels bittet um Solidarität mit Studierenden

"Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre schnelle und großzügige Hilfe im Frühjahr", betont Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster. "Nun bitten wir erneut um Solidarität mit den Studierenden, damit es nicht zu Studienabbrüchen aus finanziellen Gründen kommt. Das möchten wir auf jeden Fall verhindern."

Unter go.wwu.de/corona-notfonds ist eine Online-Spende per Lastschrift, Kreditkarte und PayPal möglich. Überweisungen werden auf dem folgenden Spendenkonto entgegengenommen:

Empfänger: WWU Münster
Bank: Helaba
IBAN: DE22 3005 0000 0000 0660 27
Verwendungszweck: 3240054600/Corona-Notfonds (bitte unbedingt angeben!)

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