Lewes recycelte Video-Grußbotschaft
Wenig Aufmerksamkeit für Erstis

Neue Stadt, fremde Umgebung – und ein reines Online-Semester: Viele Erstsemester hatten sich ihr Uni-Leben sicher anders ausgemalt. Und dazu kommt noch ein Oberbürgermeister, der nicht einmal eine neue Videobotschaft aufnimmt. Ein Kommentar.

Samstag, 07.11.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.11.2020, 16:50 Uhr
Lewes recycelte Video-Grußbotschaft: Wenig Aufmerksamkeit für Erstis

Mag sein, es gibt schlimmere Sünden im Leben eines Oberbürgermeisters, als in einem recycelten Video eine Grußbotschaft zu adressieren. Aber die Erstsemester als jährlich sprudelnder Jungbrunnen für die Stadt hätten in diesen besonderen Zeiten bestimmt ein bisschen mehr Aufmerksamkeit „ihres“ Stadtoberhaupts Markus Lewe verdient gehabt. Denn ein Studienbeginn in Infektionswelle zwei der Corona-Pandemie ist für junge Leute, die in einer fremden Stadt einen neuen Lebensabschnitt beginnen, sicher nicht einfach. Ungeachtet dessen ließ Lewe, wie zu erfahren war, bewusst ein altes, in früher üblichen, seligen Zeiten des geselligen Studienbeginns aufgenommenes, launiges Video in die Online-Begrüßung der Uni-Erstsemester einspielen. Offizielle Begründung: Es würden ja jedes Jahr neue Studierende angesprochen.

Eben: Die neuen jungen Leute, die jetzt an die Hochschulen gekommen sind, werden Münster vielleicht gar nicht so lebenswert finden wie die vielen Jahrgänge vor ihnen – allein vor dem Laptop hockend den Vorlesungen folgend. Eine etwas individuellere Ansprache hätte der Ersti-Generation 2020 gut getan.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7666924?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker