Gesetzentwurf
Münster künftig in drei Wahlkreise geteilt

Düsseldorf -

Weil Münster wächst und Wahlkreise in etwa gleich groß sein sollen, müssen die Wahlkreise neu aufgeteilt werden. Nun gibt es ein Konzept, das am Mittwoch den Landtag erreicht.

Samstag, 07.11.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 15:17 Uhr
Der Prinzipalmarkt: Münster bekommt drei Wahlkreise.
Der Prinzipalmarkt: Münster bekommt drei Wahlkreise. Foto: Gunnar A. Pier

Jetzt wird es Gesetz: Münster wird neu aufgeteilt. Zur Landtagswahl 2022 erhält die Stadt einen dritten Wahlkreis und soll dafür ungewohnte Verbindungen mit dem Umland eingehen. So sieht es der von der Münsterland-CDU formulierte Vorschlag vor, der am Mittwoch mit einer Änderung des Landeswahlgesetzes den Landtag erreicht. Drei andere Modelle des Innenministeriums hatte die CDU abgelehnt.

Weil der Verfassungsgerichtshof festgelegt hat, dass Wahlkreise eine nahezu gleiche Zahl von Stimmberechtigten erfassen müssen und maximal 15 Prozent abweichen dürfen, ist der Neuzuschnitt notwendig. Und weil Münster wächst.

CDU will Hochburg der Grünen aufspalten

Künftig soll sich der Wahlkreis Münster I/Steinfurt IV von der nördlichen Innenstadt ausgehend über Gievenbeck im Westen sowie Handorf und Gelmer im Osten und im Norden Nienberge bis nach Altenberge erstrecken.

Münster II als einziger echter Stadtbezirk erfasst alle Viertel östlich des Bahnhofs bis nach Wolbeck, im Süden kommen Berg Fidel, Hiltrup und Amelsbüren dazu.

Havixbeck und Nottuln sollen zu Münster III/Coesfeld III gehören, zusammen mit Münsters Stadtgebiet von der Altstadt über Aaseestadt und Duesbergviertel, Mecklenbeck, Albachten bis Roxel.

Damit wäre Münsters Innenstadt, die sich zu einer Hochburg der Grünen entwickelt hat, in drei Teile geteilt. Ihre Kandidaten müssen die Kreisverbände der Parteien gemeinsam küren.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7667250?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker