Situation in den Krankenhäusern
Noch finden geplante Operationen statt

Münster -

Immer mehr Covid-19-Patienten müssen auch in Münster stationär behandelt werden, 17 liegen derzeit auf den Intensivstationen. Die Krankenhäuser sagen aber bisher geplante Operationen noch nicht ab. Die Eingriffe werden in der Regel, wie vereinbart durchgeführt.

Freitag, 06.11.2020, 20:00 Uhr
Im Franziskus-Hospital finden, so wie auch in den anderen Krankenhäusern Münsters, geplante Operationen momentan noch weitgehend statt.
Im Franziskus-Hospital finden, so wie auch in den anderen Krankenhäusern Münsters, geplante Operationen momentan noch weitgehend statt. Foto: Gunnar A. Pier

Die Corona-Infektionswelle flacht in Münster auch am Ende dieser Woche nicht ab. Am Freitag meldete die Stadt wieder 56 neue infizierte Personen, 1131 Personen seien in Quarantäne. Von den aktuell Erkrankten werden 39 Patienten in den münsterischen Krankenhäusern behandelt. 17 von ihnen liegen auf Intensivstationen, elf müssen nach Auskunft des städtischen Krisenstabes beatmet werden.

Nur 20 OP-Ausfälle am UKM am Freitag

Die Lage in den Krankenhäusern ist trotzdem noch nicht so angespannt, dass geplante Operationen generell abgesagt werden, wie es übereinstimmend heißt. Am Universitätsklinikum, wo durch Corona-Infektionen beim medizinischen Personal, wie berichtet, sieben von insgesamt 34 Operationssälen im Zentral-OP gesperrt sind, fielen am Freitag von den rund 180 normalerweise durchgeführten Operationen 20 aus, berichtet Sprecherin Anja Wengenroth. Am UKM würden nun insgesamt 26 Mitarbeiter, die durch intensive Kontaktnachverfolgung identifiziert werden konnten, bis Montag auf das Coronavirus getestet.

„Bis die Ergebnisse der Tests feststehen, bleiben diese der Arbeit fern“, so die Sprecherin, Die Operationssäle würden entsprechend des danach zur Verfügung stehenden Personals wieder sukzessive hochgefahren. Intensivbetten für Covid-19-Patienten seien weiter am UKM verfügbar.

Auch am Clemens-Hospital und an der Raphaelsklinik heißt es: „Geplante Operationen finden weiterhin statt, vereinzelt kommt es zu Terminverschiebungen aber nicht zu Absagen“, so Sprecher Michael Bührke. Der Regelbetrieb gehe in den beiden Häusern der Alexianer weiter wie immer, zehn Prozent der Kapazitäten würden für Covid-19-Patienten frei gehalten.

Entwarnung auch in anderen Krankenhäusern

Auch das Franziskus-Hospital und das Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup geben derzeit für Patienten, die auf eine geplante Operationen warten, Entwarnung: In beiden Häusern müssten aktuell noch kein dieser „elektiven“ Operationen verschoben werden. „Wenn die Zahl der intensivpflichten Corona-Patienten weiter zunimmt, werden wir aber nicht vermeiden können, nicht dringende Operationen zu verschieben“, ergänzt eine Sprecherin. „Anders können wir nicht ausreichend Intensivbetten für Corona-Patienten frei halten.

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