Uni-Namensgeber
Studenten vermissen Debatte über Wilhelm II.

Münster -

Die Debatte um den umstrittenen Namenspatron der Westfälischen Wilhelms-Universität gibt es schon lange. Jetzt melden sich – wieder einmal – Studierende zu Wort. Ihre Kritik: „Es wurde eine Chance vertan“.

Dienstag, 10.11.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 09:35 Uhr
Uni-Namensgeber: Studenten vermissen Debatte über Wilhelm II.
An der Westfälischen Wilhelms-Universität wird schon länger über den Namen debattiert. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster, antwortet auf die Kritik von Studentischen Hochschulgruppen und dem Allgemeinen Studierendenausschuss bei der Senatssitzung in der vergangenen Woche indirekt: Der Senat sei mit der von den Studierenden befeuerten Auseinandersetzung um den Namen der Hochschule befasst, so Wessels. So vertritt unter anderem der AStA die Auffassung: Die Universität solle die Benennung nach ihrem Gründer, Kaiser Wilhelm II, einem nach Auffassung diverser Historiker Antisemiten und Rassisten überdenken.

Die Kritik war schon deutlich angeklungen. So hatten de Studierendenvertreter in einer Pressemitteilung angekreidet, dass die Namensdebatte bei der Begrüßung der Erstsemester in der vergangenen Woche noch nicht einmal erwähnt worden sei.

Senat hat für Thematisierung gestimmt

Dabei habe der Senat im Sommersemester einstimmig für eine Thematisierung des umstrittenen Namenspatrons ausgesprochen, moniert der AStA in einer Pressemitteilung. Eine Kommission habe dabei auch festgelegt, dass auch in den Erstsemester-Begrüßungen das Nachdenken über den Namenspatron angeregt werden solle.

„Es wurde eine Chance vertan, sich als moderne und offene Hochschule zu zeigen“, meint Aysegül Paran, Senatorin und AStA-Referentin.

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