Krisenstabs-Entscheidung
Zusätzliche Betten für Corona-Patienten

Münster -

Immer mehr Corona-Patienten müssen stationär behandelt werden. Münsters Krankenhäuser erhöhen die Bettenkapazitäten, hieß es am Mittwoch im städtischen Krisenstab. Das Gremium macht dem NRW-Schulministerium einen Vorschlag.

Mittwoch, 11.11.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 11.11.2020, 20:14 Uhr
Krisenstabs-Entscheidung: Zusätzliche Betten für Corona-Patienten
Die Krankenhäuser in Münster leiten Maßnahmen ein, um die Bettenkapazität für Corona-Patienten zu erhöhen. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Krankenhäuser in Münster leiten nun Maßnahmen ein, um die Bettenkapazität für Corona-Patienten zu erhöhen. Grund: Der städtische Krisenstab rechnet mit einem weiteren Anstieg der Patientenzahlen, auch auf den Intensivstationen. „Auffällig ist, dass dort vermehrt auch junge Menschen behandelt werden müssen“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Stabil sei die Situation in den Pflegeeinrichtungen Münsters. Zurzeit gebe es dort 14 infizierte Bewohner und 13 infizierte Mitarbeiter.

„Kein Anlass für Entwarnung“

Münsters Krisenstab setzte sich in seiner dreistündigen Sitzung am Mittwoch mit der aktuellen Lage auseinander. Die Zahl der Infektionen steigt nicht mehr so sprunghaft wie vor zwei Wochen an. Im Vergleich liegt Münster mit einem wöchentlichen Inzidenzwert von 85,6 deutlich besser als der NRW-Durchschnitt, der fast doppelt so hoch ist. „Das ist erfreulich, angesichts der Gesamtsituation aber kein Anlass für irgendeine Art von Entwarnung“, sagt Heuer.

Durchgängige Maskenpflicht für Lehrer

Die Stadt wird sich aufgrund der Beratungen im Krisenstab an das NRW-Schulministerium in Düsseldorf wenden, um eine durchgängige Maskenpflicht für Lehrer, Betreuungskräfte und sonstiges Personal in den geschossenen Räumen der Schulen anzuregen. „Viele Schulen in Münster praktizieren dies bereits erfolgreich, die Stadt empfiehlt dem Land hierzu eine einheitliche Vorgabe“, so Heuer.

Münster meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus, den insgesamt 18. Ein 78-jähriger, zuvor infizierter Mann ist am vergangenen Dienstag gestorben.

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