Kunsthalle: Öffentliche Sammlung online
Auf Kunst muss nicht verzichtet werden

Münster -

Vom Wahrzeichen bis zum Kuriosum – die öffentliche Sammlung an zeitgenössischer und teilweise mittlerweile klassischer Kunst ist einzigartig. Und jetzt auch online . . .

Montag, 16.11.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 16:38 Uhr
Auch die Arbeit „The Curve“ der Künstlerin Adrian Williams ist auf der neuen Website der Kunsthalle Münster als Dauerleihgabe zu sehen und zu hören.
Auch die Arbeit „The Curve“ der Künstlerin Adrian Williams ist auf der neuen Website der Kunsthalle Münster als Dauerleihgabe zu sehen und zu hören. Foto: Hubertus Huvermann

Vom Wahrzeichen bis zum Kuriosum – die öffentliche Sammlung an zeitgenössischer und teilweise mittlerweile klassischer Kunst ist einzigartig. In Münster befindet sich eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Kunst im öffentlichen Raum. Die Kunstwerke laden durch aufmerksame Betrachtung zum Nachdenken und zum Innehalten ein. Die Kunsthalle Münster stellt die Sammlung im Besitz der Stadt Münster nun auf ihrer Website umfassend dar und bietet damit zugleich eine Inspirationsquelle für das Flanieren durch Münsters Stadtraum in Zeiten geschlossener Kulturorte.

Auch die Kunsthalle Münster musste aufgrund der Richtlinien zur Eindämmung des COVI-19-Virus vorerst ihre Türen für das Publikum schließen, bietet aber mit der Präsentation der Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum einen weiterhin offenen Zugang zu Kunst und Kultur.

Über Jahrzehnte angewachsen, geht ein großer Teil der Sammlung der Stadt Münster auf die Skulptur-Projekte zurück. Mit jeder Ausgabe der seit 1977 alle zehn Jahre stattfindenden Ausstellung wächst die Sammlung. Mittlerweile umfasst sie Werke von bedeutenden Künstlern wie Daniel Buren, Claes Oldenburg, Donald Judd, Rebecca Horn, Per Kirkeby, Maria Nordman, Oscar Tuazon und Silke Wagner.

Und auch jenseits der Skulptur-Projekte wird die Sammlung der Stadt immer wieder um Werke ergänzt. Die Kunsthalle konnte beispielsweise Adrian Williams für eine Dauerleihgabe ihrer Arbeit „The Curve“ gewinnen, die die US-amerikanische Künstlerin 2019 im Rahmen ihres Gastspiels beim Festival „Flurstücke“ schuf und die nun in die Website der Kunsthalle eingebettet ist. Die Arbeit kann nun von jedem Ort auf der Welt zum Sonnenuntergang rezipiert werden: Gute sechs Minuten dauert das Trommeln und Tröten, das voriges Jahr Hunderte Kunstfreunde ins Preußen-Stadion lockte, die mehrheitlich vermutlich ein längeres Ereignis erwartet hatten, weil ihnen nicht bewusst war, dass die Dämmerung zwar lang, der Untergang der Sonnenkugel über die Horizontlinie aber nur wenige Minuten kurz ist. Ein längeres Vergnügen kann es nun dank Internet am Polarkreis geben: Dort könnten Kunstfreunde sich den Sonnen-Sound den gesamten Sommer anhören . . .

Auf der seit diesem Sommer neu aufgestellten Website der Kunsthalle Münster wird bereits ein großer Teil der Werke mit einem Text in Deutsch und Englisch, Fotografien und den exakten Standorten vorgestellt. Nach und nach wird die gesamte Sammlung auf der Seite präsentiert, darunter dann auch Gerhard Richters Installation Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel (2018), die ab dem kommenden Jahr wieder in der Dominikanerkirche zu sehen sein wird, sowie Werke von Otto Freundlich, Norbert Kricke, Bernhard Luginbühl oder George Rickey, heißt es in einer Pressemitteilung.

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