Neues Tempolimit zum Schutz einer Kita
Für ein Teilstück des Rings gilt Tempo 30

Münster -

Vor ein paar Jahren galt auf dem Ring in Münster noch Tempo 60. Die Zeiten sind vorbei. Auf einem Teilstück wurde nun sogar Tempo 30 eingeführt – zum Schutz einer Kita.

Freitag, 20.11.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 09:06 Uhr
Auf dem Lublinring gilt in einem Teilbereich Tempo 30
Auf dem Lublinring gilt in einem Teilbereich Tempo 30 Foto: kb

Autofahrer, die regelmäßig auf dem Ring unterwegs sind, dürften es längst bemerkt haben. Es gibt seit einiger Zeit, genauer gesagt seit Mitte August, ein kurzes Stück, auf dem man nur Tempo 30 fahren darf. Es befindet sich in Höhe des alten Schlachthofgeländes – und zwar zwischen der Kreuzung Kanalstraße und der Kreuzung Gartenstraße, Fahrtrichtung Ostviertel.

Rein rechtlich darf die Stadt auch außerhalb von Tempo-30-Zonen auf Straßen, für die normalerweise Tempo 50 gilt, eine Reduzierung veranlassen, etwa wenn an der Straße eine Schule oder Kita liegt. Das ist am Lublinring der Fall. Hier befindet sich die AWO-Kita „An der Aa“.

Vor Jahren galt noch Tempo 60

Nach Auskunft des Presseamtes erfolgte die Temporeduzierung „in Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr“. Gleichwohl ist sie eine Besonderheit, denn der Lublinring ist vierspurig und eine der Hauptverkehrsstraßen in Münster. Bis vor einigen Jahren galt hier noch Tempo 60. Verglichen damit wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halbiert.

Interessanterweise befindet sich an anderer Stelle am Ring, am Friesenring, kein Tempo-30-Bereich, obwohl dort die Dreifaltigkeitsschule und eine Kita liegen. Dort ist aktuell kein Tempo-30-Bereich vorgesehen, weil hierzu „bisher keine Anfrage eingegangen“ sei, so das Presseamt.

Erst dann nehme das Ordnungsamt eine Prüfung vor und bitte die zuständige Behörde sowie die Stadtwerke, die auf dem Ring eine Buslinie führe, um Stellungnahme.

Ausschlaggebend sind Sicherheitsaspekte

Abgesehen von Schulen und Kitas haben auch Seniorenheime die Möglichkeit, eine Tempo-30-Regelung vor der eigenen Haustür zu beantragen. Ausschlaggebend sind in solchen Fällen immer Sicherheitsaspekte.

Darüber hinaus können inzwischen auch Lärmschutzgründe eine Tempo-30-Regelung begründen. Das gilt zum Beispiel für die Moltkestraße oder für die Nordtangente.

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