Mann will Wache der Bundespolizei nicht verlassen
21-Jähriger wehrt sich mit Tritten und Schlägen gegen Beamte

Münster -

Ein 21-Jähriger hat sich am Donnerstagabend vehement gewehrt, die Wache der Bundespolizei in Münster zu verlassen. Als er sich mit Schlägen und Tritten gegen die Beamten wehrte, wurde er in Gewahrsam genommen. 

Freitag, 20.11.2020, 16:15 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 17:07 Uhr
Mann will Wache der Bundespolizei nicht verlassen: 21-Jähriger wehrt sich mit Tritten und Schlägen gegen Beamte
Foto: dpa (Symbolbild)

Dass sich Menschen der Mitnahme zur Wache verweigern ist ein Umstand, mit dem Polizisten häufiger konfrontiert werden. Dass die Wache aber nicht freiwillig verlassen wird, kommt hingegen nicht allzu oft vor. Weil ein 21-jähriger Mann ein verfälschtes und von der Bundespolizei Münster sichergestelltes Personaldokument nicht zurückerhielt, weigerte er sich am Donnerstagabend die Wache zu verlassen.

Der junge Mann aus Bochum war zuvor ohne gültige Fahrkarte Zug gefahren und hatte sich gegenüber den Bundespolizisten mit einem gefälschten Personaldokument ausgewiesen. Auf dem Dokument war das Geburtsdatum mit einem Stift durchgestrichen und durch ein anderes Geburtsdatum ersetzt worden. Der alkoholisierte Mann gab zu, dass er die Änderungen vorgenommen habe, weil er drei Geburtsdaten besitzt. Nähere Angaben machte er dazu laut Polizei jedoch nicht mehr.

"Kopf Abschneiden"-Geste in Richtung der Polizisten

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen weigerte er sich allerdings vehement die Wache zu verlassen, sodass die Beamten den zuvor ausgesprochenen Platzverweis mit Zwang durchsetzen. Diese Maßnahme quittierte der Mann mit Schlägen und Tritte gegen die Eingangstür der Wache und mit der Geste des "Kopf-Abschneiden" in Richtung der Beamten.

Bei der anschließenden Ingewahrsamnahme versuchte er vergeblich einen Beamten zu schlagen und zu treten. Da sich der 21-Jährige nach einer halben Stunde wieder vollständig beruhigt hatte, wurde der Gewahrsam aufgehoben. Die Wache verließ er im Anschluss friedlich und vor allem freiwillig. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

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