Nach Infektionsfällen in Friseursalon
„Cabelo“ öffnet wieder - mit noch mehr Abstand

Münster -

Nach zweiwöchiger Zwangspause hat der Friseursalon „Cabelo“ nun wieder geöffnet. Sechs Mitarbeiter hatten sich mit Corona infiziert, laut der Geschäftsführerin wohl aber nicht im Laden. Dennoch sind die Maßnahmen noch einmal verschärft worden.

Dienstag, 24.11.2020, 16:15 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 16:53 Uhr
Christel Vieth und Andreas Steinke haben in ihrem Friseursalon „Cabelo“ mit der Wiedereröffnung noch weitere Maßnahmen zur Abstandseinhaltung auch unter Kollegen ergriffen.
Christel Vieth und Andreas Steinke haben in ihrem Friseursalon „Cabelo“ mit der Wiedereröffnung noch weitere Maßnahmen zur Abstandseinhaltung auch unter Kollegen ergriffen. Foto: Renée Trippler

Obwohl sich das Team konsequent an die geltenden Hygieneregeln gehalten hat und darüber hinaus sogar ein Luftfilter angeschafft wurde, musste der Friseursalon „Cabelo“ am Hafen vor wenigen Wochen coronabedingt schließen. Sechs Mitarbeiter hatten sich mit dem Coronavirus infiziert, Kunden aber steckten sich nicht an. Nun ist der Salon seit ein paar Tagen wieder geöffnet – und obwohl Geschäftsführerin Christel Vieth davon ausgeht, dass sich ihre Kolleginnen und Kollegen nicht bei der Arbeit angesteckt haben, hat sie noch mehr zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen

„Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter hat jetzt einen fest zugeordneten Arbeitsplatz und alle arbeiten in einem Bereich von zwei Plätzen, damit wir uns noch weniger begegnen“, erklärt Vieth. Darüber hinaus haben ihr Mann und sie ihre Büros geräumt um zusätzliche Aufenthaltsräume und somit Entzerrung zu ermöglichen. Auch die Kosmetikräume werden dafür genutzt, da kosmetische Behandlungen derzeit ohnehin nicht durchgeführt werden können.

Nachdem der Salon am 5. November vom Ordnungsamt aufgrund der Corona-Fälle geschlossen wurde, ist er am vergangenen Freitag wieder geöffnet worden. 14 Tage war das gesamte Team in Quarantäne, so Vieth.

Wir gehen davon aus, dass es sich um eine zeitliche Überschneidung von mehreren Infektionsketten gehandelt hat.

Christel Vieth

Da ihr Mann Andreas Steinke nicht betroffen war, konnte er am vergangenen Mittwoch die Begehung mit dem Ordnungs- und Gesundheitsamt machen. „Es mussten nur wenige Kleinigkeiten noch ergänzt werden, wie Hinweisschilder zur Wegführung, dann durften wir kurz danach schon wieder öffnen“, sagt er. Das sei ein Beleg dafür, dass der Salon schon vor der Schließung alles getan hatte, um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Christel Vieth vermutet weiterhin, dass sich die Kollegen nicht im Salon angesteckt haben: „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine zeitliche Überschneidung von mehreren Infektionsketten gehandelt hat.“ Dafür spreche auch, dass einige der infizierten Mitarbeiter gar keinen Kontakt zu anderen infizierten Mitarbeitern hatten.

Kunden haben sich nicht angesteckt

Das Wichtigste sei, dass sich keine Kunden angesteckt hätten und das Team wieder gesund sei. „Deshalb haben wir auch vollstes Verständnis für die Schließung, die Sicherheit der Kunden geht über alles“, so Vieth.

Nach der Schließung habe es viel Verständnis und Zuspruch von Kunden und Kollegen gegeben, freut sich Vieth. „Auch wenn man alles tut, kann es jeden treffen. Es ist aber auch nicht das Ende der Welt!“

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