Baulandentwicklung in Münster
Platz für 200 neue Wohnungen in Gremmendorf

Münster -

Die Stadt will in Gremmendorf neues Bauland schaffen. Das Ziel: bezahlbare Ein- und Mehrfamilienhäuser. Bis zu 200 neue Wohnungen könnten so in Münster entstehen. 

Mittwoch, 25.11.2020, 13:30 Uhr aktualisiert: 25.11.2020, 13:49 Uhr
Baulandentwicklung in Münster: Platz für 200 neue Wohnungen in Gremmendorf
In Münster sollen neue Wohnungen gebaut werden. Foto: dpa (Symbolbild)

Schritt für Schritt setzt die Stadt nach eigenen Angaben ihr Ziel, vor allem im Außenbereich Grundstücke für einen preisgünstigen und familiengerechten Wohnungsbau zu entwickeln, um. Dafür installierte sie 2014 das Modell der Sozialgerechten Bodennutzung, kurz SoBoMü. „Mehr als 100 Hektar Fläche hat das Immobilienmanagement mit diesem strategischen Bodenmanagement bisher erworben“, teilt die Stadt mit. Jetzt ist ein weiterer, kleinerer Ankauf in Gremmendorf unter Dach und Fach.

Platz für 200 Wohnungen in Münster

Aus einem 5,2 Hektar großen landwirtschaftlichen Bereich südlich des Angelmodder Wegs konnte die Stadt 2,6 Hektar ankaufen, die andere Hälfte bleibt in privater Hand. Das Gesamtareal bietet Potenzial für rund 200 Wohnungen, vorgesehen sind Ein- und Mehrfamilienhäuser.

„Mehr Baugrundstücke ausweisen und damit für Wohnraum sorgen, der für alle Einkommensklassen bezahlbar bleibt, ist Leitlinie für Münsters Handlungsprogramm“, erläutert Andreas Nienaber, Leiter des städtischen Immobilienmanagements. Auch dieses Bauland wurde im Rahmen der  SoBoMü angekauft.

Die Grundstücke vergeben wir danach nach den städtischen Vergabekriterien, die vor allem soziale Gesichtspunkte berücksichtigen.

Andreas Nienaber, Leiter des städtischen Immobilienmanagements

Baurecht gebe es nach diesem Modell nur, wenn mindestens die Hälfte der Fläche in städtisches Eigentum übergeht. Nienaber: „Die Grundstücke vergeben wir danach nach den städtischen Vergabekriterien, die vor allem soziale Gesichtspunkte berücksichtigen.“ In Gremmendorf werde nun in den kommenden Jahren im Rahmen eines kooperativen Baulandmodells gemeinsam mit dem Landwirt - als Verkäufer der Flächen – begehrtes und attraktives Wohnbauland entwickelt. 

Noch viel Zeit bis zum Baubeginn

Bis zum Start der Bauarbeiten geht indes noch Zeit ins Land; die nächsten Schritte sind zunächst das Aufstellen eines Bebauungsplanes, die Erschließung des Ackerlandes mit Straßen, Entwässerung und Versorgung. Zusätzlich hat die Stadt Flächen erworben, um den an das künftige Baugebiet angrenzenden Vornholtbach in einen naturnahen Zustand zurückzuführen. Zugleich legt sie dort ein Regenwasserrückhaltebecken an.

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