Impfzentrum in Münster
Bis zu 2000 Corona-Impfungen täglich wären möglich

Münster -

Wann starten die Corona-Impfungen? Diese Frage beschäftigt aktuell viele Menschen in Deutschland. Fest steht zumindest schon: Das Impfzentrum in Münster soll kurz vor Weihnachten einsatzbereit sein.

Mittwoch, 02.12.2020, 15:43 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:05 Uhr
Impfzentrum in Münster: Bis zu 2000 Corona-Impfungen täglich wären möglich
Das Impfzentrum in der Halle Münsterland soll vor Weihnachten einsatzbereit sein. Foto: dpa (Symbolbild)

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer eröffnete die heutige Sitzung des Gremiums mit einer optimistischen Einschätzung: „Das Impfzentrum Münster soll kurz vor Weihnachten stehen. Wenn der Impfstoff gegen Corona dann auch tatsächlich verfügbar ist, kann die Impfung der Münsteranerinnen und Münsteraner beginnen.“

Das Impfzentrum Münster wird laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung wie geplant in einem Teilbereich der Halle Münsterland entstehen und soll dort in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KV) in Betrieb gehen. Nachdem vor drei Wochen der pauschale Auftrag des Landes zur Errichtung eines Impfzentrums auch in Münster eingegangen war, konkretisieren sich nunmehr die Rahmenbedingungen für die Umsetzung.

Arbeitsgruppen kümmern sich um Ausstattung, Technik und Sicherheit

Unter Federführung der Feuerwehr hat der Krisenstab inzwischen verschiedene Arbeitsgruppen dringlich beauftragt, je unterschiedliche Teilaufgaben für die Inbetriebnahme zu erledigen. Dabei geht es unter anderem um personelle Ausstattung, Technik, Möblierung, Ablaufplanung und Sicherheit.

Das Impfzentrum Münster gliedert sich einerseits in eine Impfstelle in der Halle Münsterland, wo Impfungen durchgeführt werden sollen. Hierzu werden Warte- und Registrierungsbereiche eingerichtet, ein medizinischer Bereich für den Impfvorgang selbst (die sogenannten „Impfstraßen“) und abschließend eine Nachbetreuung.

Ferner werden die notwendigen Räumlichkeiten für etwa für die Verwaltung des Zentrums, Technik und Sozialräume vorbereitet. Während das medizinische Personal von der KV gestellt wird, ist für die weitere personelle Ausstattung und die Organisation die Stadt Münster verantwortlich.

Bis zu 2000 Impfungen täglich möglich

Zu dem Konzept zählen andererseits auch geplante mobile Impfeinsätze außerhalb des Impfzentrums. Diese werden von aufsuchenden Impfteams beispielsweise in Pflegeeinrichtungen vor Ort durchgeführt und sollen dort die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch das Personal der Einrichtungen erreichen. Wolfgang Heuer erläutert: „Gut möglich, dass wir mit den mobilen Impfungen beginnen und erst später die Impfstelle in der Messehalle Nord hinzukommt.“

Im Vollbetrieb könnte das Impfzentrum an sieben Tagen pro Woche im Zwei-Schicht-System gefahren werden und parallel zu den mobilen Impfungen arbeiten. So wären in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit des Imfstoffes bis zu 2000 Impfungen täglich machbar.

Massenimpfung bei Haus- und Betriebsärzten

Nachdem zunächst gesundheitlich besonders gefährdete Personengruppen sowie medizinisches Personal im Mittelpunkt vor allem der mobilen Impfungen stehen werden, wird die eigentliche Massenimpfung der Bevölkerung voraussichtlich ab Frühjahr des kommenden Jahres erfolgen. Auch die Details dieses Schrittes werden von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes abhängen. Feuerwehrchef Gottfried Wingler-Scholz: „Der Schwerpunkt des Impfens wird dann voraussichtlich durch Hausarztpraxen und Betriebsärzte erfolgen. Inwieweit dann noch das Impfzentrum erforderlich ist, muss zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden.“

Die wichtigsten Infos zum Coronavirus

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  • Immer mehr neue Fälle und Nachrichten rund um das neue Coronavirus Sars-CoV-2 - auch in Deutschland. Doch woran erkenne ich eine Infektion? Und was mache ich dann?

    (Zuletzt aktualisiert am 14. August 2020)

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  • Woran erkenne ich eine Infektion?

    Die Symptome der von dem Virus verursachten Erkrankung Covid-19 (für Corona virus disease 2019) sind eher unspezifisch. Zu den am häufigsten genannten Symptomen zählen laut Robert-Koch-Institut (RKI) Husten, Fieber, Schnupfen, sowie Geruchs- und Geschmacksverlust. Auch über Atemnot, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall. Damit ist es für Laien unmöglich, die Krankheit von der regulären Grippe oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden, erklärt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen. Bei einem schwereren Verlauf sind Atemprobleme oder eine Lungenentzündung möglich.

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  • Wie gefährlich ist Covid-19?

    Die Krankheitsverläufe variieren laut Robert-Koch-Institut stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO verläuft die Krankheit gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen mild. Insgesamt erkrankt nach WHO-Angaben etwa jeder fünfte Infizierte so schwer, dass er im Krankhaus behandelt werden müsse.

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  • Wie wird das Virus übertragen?

    Das neue Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, also ein Einatmen von Erregern, die ein Erkrankter zum Beispiel beim Husten verteilt. Dies kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

    Doch auch, wenn nicht gehustet oder geniest wird, kann sich das Virus ausbreiten - über unsichtbare Schwebeteilchen in der Luft. Die sogenannten Aerosole sind winzige, in der Luft schwebende Partikel, die entstehen, wenn Tröpfchen fein vernebelt werden, zum Beispiel beim Sprechen und Singen.

    Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. Die Viren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden.

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  • Wie lange dauert die Inkubationszeit?

    Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung mit den Viren bis zum Ausbruch der Krankheit, kann nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts bis zu 14 Tage betragen. Im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage (Spannweite 1 bis 14 Tage).

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  • Was tun, wenn man Kontakt zu einer infizierten Person hatte?

    Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges  Gesundheitsamt  wenden.

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  • Wenn Sie Symptome feststellen... 

    Zuständig sind die Hausärzte oder der ärztliche Bereitschaftsdienst (Rufnummer 116 117). Betroffene sollten vor dem Gang zur Haus- oder Kinderarztpraxis unbedingt dort anrufen. Am Telefon wird das weitere Vorgehen und tatsächliche Risiko beraten. In Notfällen, etwa bei Atemnot, sollen sich die Betroffenen an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle wenden.

    Wer einen begründeten Verdacht hat, mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein, sollte Kontakte meiden und zu Hause bleiben - wie auch bei der Grippe.

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  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte man ergreifen?

    Wichtig außerdem, und zwar für alle: Gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife. Zudem sollten die Hände vom eigenen Gesicht ferngehalten und aufs Händeschütteln verzichtet werden. Wichtig auch: Richtiges Husten und Niesen - in ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge also. Geschlossene Räume sollte man regelmäßig lüften.

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  • Was bringen Masken?

    Das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske trägt dazu bei, andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln die man zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, zu schützen. Für diesen Fremdschutz durch eine Mund-Nasen-Bedeckung gibt es inzwischen erste wissenschaftliche Hinweise , aufgrund derer die WHO ihre Empfehlung zum Tragen von Masken geändert hat. Der Eigenschutz durch die Maske ist bisher wissenschaftlich nicht belegt.

    Das Robert Koch-Institut empfiehlt das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum, wenn ein Abstand von mindestens 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden kann. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein gewisser Anteil von Übertragungen von SARS-CoV-2 unbemerkt erfolgt. Denn schon vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen können Infizierte ansteckend sein.

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  • Noch Fragen?

    Das Robert-Koch-Institut hat eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.

    Weitere Informationen gibt es hier:

    Hotline der Stadt Münster : 0251/4921077 (Mo-Do 8-18, Fr 8-13.30)

    Bürgertelefon des NRW-Gesundheitsministeriums 0211/91191001 (Mo-Fr 8-18 Uhr) | Ansprechpartner am Bürgertelefon beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung.

    Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800/0117722 | Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige GmbH. Im gesetzlichen Auftrag informiert und berät sie Ratsuchende in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen, damit diese sich im Gesundheitswesen besser zurechtfinden, informierte eigene Entscheidungen treffen und ihre Rechte wahrnehmen können.

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