Einsatz gegen LGBT-freie Zone in Polen
Stadtpräsident von Lublin unterzeichnet Appell zu Toleranz

Münster -

In Polen werden immer mehr Städte und Gemeinden zu sogenannten LGBT-freien Zonen. Münsters Partnerstadt Lublin stellt sich gegen diese Form der Diskriminierung - und bekommt dabei jetzt auch Unterstützung und Solidaritätsbekundungen aus dem Münsterland. 

Donnerstag, 03.12.2020, 14:00 Uhr
Einsatz gegen LGBT-freie Zone in Polen: Stadtpräsident von Lublin unterzeichnet Appell zu Toleranz
Dr. Krzysztof Żuk, Stadtpräsident von Münsters polnischer Partnerstadt Lublin, spricht sich gegen sogenannte LGBT-freie Zonen in Polen aus und bekommt dafür Unterstützung aus Münster. Foto: Stadt Münster

In Polen werden immer mehr Gemeinden und Ortschaften Teil der sogenannten LGBT-freien Zone. Sie erklären homosexuelle, bisexuelle oder transgender Personen als unerwünscht. Anfang des Jahres hatte sich Münsters polnische Partnerstadt Lublin als eine der wenigen Städte in Polen ausdrücklich gegen die Einrichtung einer solchen LGBT-freien Zone ausgesprochen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Münster.

Am 16. November, dem internationalen Tag der Toleranz, der 1995 auf Initiative der UNESCO von der UN-Generalversammlung eingeführt wurde, haben der Stadtpräsident von Lublin, Dr. Krzysztof Żuk, sowie Dutzende Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern von Städten und Gemeinden in Polen nun einen gemeinsamen Appell unterzeichnet. Sie erinnern darin an die Rolle und die Bedeutung der Toleranz.

Lewe sichert Solidarität und Unterstützung zu

Mit dem Appel wollen die unterzeichnenden Städte ihre Solidarität mit all denen bekunden, die täglich mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Ungleichbehandlung konfrontiert werden. Sie wollen jene unterstützen, die entschlossen für ihre Rechte kämpfen und so zur Zielscheibe verbaler, in letzter Zeit aber auch physischer Angriffe werden. 2Sie wollen zeigen, dass jede Bürgerin und jeder Bürger in Polen die gleichen Rechte und Pflichten haben, ungeachtet der Nationalität, Religion, politischen Ansichten oder sexuellen Orientierung", heißt es weiter.

Oberbürgermeister Markus Lewe hat seinem Amtskollegen Dr. Krzysztof Żuk seine volle Solidarität und Unterstützung zugesichert. In Zeiten, in denen Menschen täglich ausgegrenzt und verfolgt werden, sei dies ein wichtiges Zeichen der Solidarität, so Lewe. Münsteraner und Münsteranerinnen, die sich dem Appell der Stadt Lublin anschließen und die Partnerstadt unterstützen möchten, können ein entsprechendes Statement unter dem Stichwort "Für Toleranz – Solidarität mit Lublin" an internationales@stadt-muenster.de richten. Die Solidaritätsbekundungen wird die Stadt Münster ihrer Partnerstadt zur Verfügung stellen. Daher bittet die Stadt, diese - wenn möglich - auf Englisch zu verfassen.

Fragen

Fragen zur Städtepartnerschaft Münster-Lublin, die im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, beantwortet Susanne Rietkötter im Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster, erreichbar ist sie per E-Mail an rietkoetter@stadt-muenster.de oder unter Tel. 0251 / 492-3326. Informationen zur Städtepartnerschaft sind zu finden unter www.stadt-muenster.de/international.

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