Lewe kondoliert nach Amokfahrt
„Ganz Münster trauert mit Trier“

Münster -

Die Amokfahrt von Trier hat in Münster ganz besondere Betroffenheit ausgelöst. Die Stadt wurde im April 2018 von einer ähnlichen Schreckenstat erschüttert. Oberbürgermeister Markus Lewe hat jetzt seinem Trierer Amtskollegen das Mitgefühl der Münsteraner ausgesprochen.

Donnerstag, 03.12.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 18:44 Uhr
Auch die Münsteraner fragten nach der Amokfahrt am Kiepenkerl nach dem „Warum“.
Auch die Münsteraner fragten nach der Amokfahrt am Kiepenkerl nach dem „Warum“. Foto: Matthias Ahlke

Ein Autofahrer rast mit Absicht in eine Menschenmenge auf einer belebten Fußgängerzone. Tötet, verletzt, hinterlässt Entsetzen und Fassungslosigkeit. Was am Dienstagmittag in Trier geschehen ist, löst in Münster ein „Déjà-vu“ aus: Hier raste am 7. April 2018 ein Amokfahrer auf die voll besetzte Restaurant-Terrasse am Kiepenkerl-Platz. Vier Menschen starben, etwa 30 wurden zum Teil schwer verletzt.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe weiß also genau, wovon er spricht, wenn er seinem Trierer Amtskollegen Wolfram Leibe nun ein Kondolenzschreiben geschickt hat. „Auch unsere Stadt wurde (...) von einer Tat getroffen, die uns in ihrer Grausamkeit und Sinnlosigkeit fassungslos und mit der Frage nach dem ‚Warum‘ zurückgelassen hat“, schreibt Lewe. Und weiter: „Wir Münsteranerinnen und Münsteraner können nachempfinden, wie zutiefst entsetzt und auch persönlich getroffen die Trierer Bürgerinnen und Bürger sind.“ Lewe schreibt: „Ganz Münster trauert mit Trier.“

Auch Täter in Trier war wohl psychisch krank

Der Täter in Trier war, wie der münsterische Amokfahrer Jens R., nach vorliegenden Erkenntnissen psychisch krank. Er war den Behörden bekannt, wenn auch nichts auf seine Gefährlichkeit hingewiesen hatte.

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