Missbrauchs-Studie im Bistum Münster
ZdK-Präsident Sternberg wirbt für Reformen und Gewaltenteilung in der Kirche

Münster/Bonn -

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (Zdk), Thomas Sternberg, zeigt sich von der Missbrauchsstudie im Bistum Münster nicht überrascht, aber gleichwohl betroffen: „Das Versagen der Kirche in dieser Frage ist ein Systemproblem, und gerade auch deshalb ist vom ZdK und der Deutschen Bischofskonferenz der ,Synodale Weg’ eingerichtet worden.“ Sternberg äußert sich im Interview. Von Johannes Loy
Freitag, 04.12.2020, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 04.12.2020, 12:00 Uhr
Thomas Sternberg ist Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).
Thomas Sternberg ist Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Foto: dpa
Der Zwischenbericht einer Historikerkommission zum Thema „Sexuelle Gewalt“ im Bistum Münster beherrscht in diesen Tagen die Schlagzeilen. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg (Münster), würdigt im Interview die bislang vorgetragenen Erkenntnisse. Er rät zu einer nüchternen, sachorientierten Aufarbeitung und deutet in diesem Kontext auf die Reform-Gespräche im Rahmen des „Synodalen Wegs“. Haben Sie mit dem Zwischenbericht in dieser Form gerechnet? Thomas Sternberg: Ja, ich habe damit gerechnet, weil es bekannt war, dass es Fälle im Bistum gegeben hat. Es schockiert mich nach wie vor, dass das alles in der Katholischen Kirche möglich war. Die Sprachlosigkeit in dieser Frage ist erst seit 2010 wirklich durchbrochen worden.
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