Startschuss für Nackes „Sundays-for-Energy“
Strom von den Dächern der Stadt

Münster -

„Sundays for Energy“: Dr. Stefan Nacke möchte die Dächer der Stadt mit Photovoltaikanlagen ausstatten und damit die Energiewende vorantreiben. Die ersten namhaften Partner hat der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion bereits überzeugt – und hofft, dass Münster künftig eine Vorreiterrolle einnimmt.

Sonntag, 06.12.2020, 12:00 Uhr
Video-Schalte aus dem ZEB-Tower über den Dächern der Stadt: Dr. Stefan Nacke (Mitte) stellt sein Projekt „Sundays-for-Energy“ im Beisein von Gastgeber Prof. Bernd Rolfes (r.) und Rechtsanwalt Christoph Gottwald vom Genossenschaftsverband vor.
Video-Schalte aus dem ZEB-Tower über den Dächern der Stadt: Dr. Stefan Nacke (Mitte) stellt sein Projekt „Sundays-for-Energy“ im Beisein von Gastgeber Prof. Bernd Rolfes (r.) und Rechtsanwalt Christoph Gottwald vom Genossenschaftsverband vor. Foto: Klaus Altevogt

Dr. Stefan Nacke will es wissen: „Wir müssen doch weiter gehen als Fridays for Future, wir müssen vor Ort anpacken und die Bürger zu einem aktiven Teil der notwendigen Energiewende machen.“ Die Antwort des wissenschaftspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion auf die reine Protestbewegung: „Sundays-for-Energy.“ Nacke möchte die Dächer der Stadt mit Photovoltaikanlagen ausstatten und damit die Energiewende vorantreiben.

Das besondere an dieser Initiative, womöglich ein Alleinstellungsmerkmal: Nacke spricht mit seinem Vorhaben zunächst nicht Privatpersonen oder kleinere Unternehmen an, sondern die großen zivilgesellschaftlichen Institutionen, die zum Teil weit über die Grenzen der Stadt hinausgehend agieren. „So können sehr schnell über deren große Dachflächen große Kapazitäten aufgebaut werden.“

Durchaus symbolträchtig der Startschuss für „Sundays-for-Energy“: Während einer Video-Konferenz über den Dächern der Stadt, im ZEB-Tower und noch dazu zu früher Morgenstunde beim Sonnenaufgang, holte Nacke die ersten Partner ins Boot: Die Universität, die Fachhochschule, das Bistum, das Studierendenwerk, die Stadtwerke, die Sparkasse Münsterland Ost, die Franziskus-Stiftung und andere sind jetzt beim neuen Dächer-Projekt dabei.

Nacke liegt dabei insbesondere das Mitwirken der Bürgerschaft am Herzen. „Es geht mir darum, konkret hier vor Ort anzupacken und die Bürger zu einem Teil des Prozesses zu machen, damit sie mitgenommen werden und bei der Energiewende eine Selbstwirksamkeit erfahren können. Egal ob sie konkret Dächer zur Verfügung stellen oder zum Beispiel Mitglied einer Energiegenossenschaft werden.“ Die Idee reicht von der Stromerzeugung für den Eigenverbrauch bis hin zu einer Vertriebsorganisation, die als Stromanbieter fungiert.

Wie geht es weiter? Mit dem Designer Lars Wentrup hat Nacke eine Kampagne für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Bis Ende Februar nächsten Jahres soll der nun begonnene Sondierungsprozess abgeschlossen und die Phase der konkreten Umsetzung eingeläutet werden.

Zu klären ist unter anderem die Form der Bürgerbeteiligung. „Hier bieten sich sicherlich die Genossenschaftsform, aber auch Fondslösungen an, die in den kommenden Wochen mit den verschiedenen Banken gemeinsam entwickelt werden sollen“, beschreibt Nacke den Fahrplan für sein Dach-Projekt.

„Gut möglich, dass Münster hier eine Art Pilotfunktion wahrnimmt und andere unserem Beispiel folgen“, gibt sich der CDU-Landtagsabgeordnete aus Hiltrup optimistisch.

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