LWL-Naturkundemuseum
Planetarium bleibt 2021 wegen Umbauarbeiten geschlossen

Im Planetarium des LWL wird die Corona-bedingte Zwangspause sinnvoll genutzt: Das Sternentheater wird modernisiert und umgebaut. Für Sternfreunde heißt das allerdings auch: kein Planetariumsbesuch im Jahr 2021.

Montag, 07.12.2020, 11:25 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 11:27 Uhr
LWL-Naturkundemuseum: Planetarium bleibt 2021 wegen Umbauarbeiten geschlossen
Verzichten müssen Sternenfans jetzt erstmal auf die Besuche im LWL-Planetarium. Das Sternentheater wird 2021 umgebaut. Foto: LWL/Steinweg

Moderner, komfortabler und brillanter soll es werden: Das Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster wird umgebaut. In Kürze beginnen die geplanten Baumaßnahmen am Sternentheater im LWL-Museum für Naturkunde, die laut einer Mitteilung des LWL bis Anfang 2022 dauern werden. So lange bleibt das Planetarium geschlossen.

„Wenn es die Corona-Schutzverordnung NRW erlaubt, wird das LWL-Museum für Naturkunde wieder seine Ausstellungshallen öffnen. Unser Planetarium wird dagegen 2021 nicht wiedereröffnen“, so Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde. Auch eine angedachte Festwoche, die mithilfe von Bürgerbeteiligung geplant war, wird abgesagt. „Wir möchten die Zeit, in der das Planetarium coronabedingt geschlossen ist, so effektiv wie möglich nutzen. Daher hat es sich angeboten, die eigentlich erst für Anfang 2021 geplanten Umbauarbeiten etwas vorzuziehen“, sagt Kriegs. So nutze der LWL den Umstand, um mit den Erneuerungen für das Planetarium bereits jetzt zu beginnen.

Sanierung ist „zwingend nötig“

Die Umbauarbeiten haben einen triftigen Grund: Viele Einrichtungen des Planetariums sind Jahrzehnte alt und funktionieren laut der Mitteilung nicht mehr zuverlässig wie etwa der zentrale Sternenprojektor oder die Bestuhlung. „Um das Planetarium verlässlich weiter betreiben zu können, ist eine Erneuerung zwingend nötig“, erklärt Dr. Björn Voss, Leiter des LWL-Planetariums.

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Das Planetarium bleibt 2021 geschlossen. Foto: LWL/Oblonczyk

Der „Spatenstich“ für den Umbau folge bereits in den kommenden Tagen, wenn die altgediente Bestuhlung im Planetarium entfernt wird. „Die neue Sitzanordnung wird in ansteigenden Reihen angeordnet und bietet dadurch eine noch bessere Sicht auf die 360-Grad-Projektionen und auf die neue Bühnenfläche“, so Voss. Die neue Bühnenfläche wird eingerichtet, um Veranstaltungsformate zu ermöglichen, die bisher nur schwer umsetzbar waren. Voss: „Bereits in den Jahren zuvor wurden die Computer getauscht und die Projektoren wurden erneuert. Jetzt müssen dringend auch der Sternenprojektor und die Planetariumskuppel neu werden. Außerdem wird die Akustik des Saals mit einem Konzept verbessert, sodass die 360-Grad-Vorführungen noch eindrucksvoller wirken können.“

Mobiles Planetarium fährt durch Westfalen

Astronomie-Fans müssen auf Reisen zu fremden Galaxien und fernen Sternen nicht verzichten. Ab Frühjahr 2021 macht sich das „Pop-up-Planetarium“, ein mobiles Planetarium, auf den Weg durch Westfalen, um seine Gäste in unbekannte Welten zu entführen.

Das Pop-up-Planetarium geht das ganze Jahr auf Tour und kann von Schulen, Museen und anderen Veranstaltern gebucht werden. Unter der transportablen Kuppel können fremde Planeten, Sterne und astronomische Ereignisse erforscht oder Spaziergänge auf dem Mars unternommen werden. Immer unter Beachtung der aktuellen Corona-Vorschriften. Das Programm, der Tourplan und Buchungsmöglichkeiten befinden sich auf der Homepage des Pop-up-Planetariums .

Einige der anderen Angebote zur Astronomie werden auch während der Schließung des Planetariums direkt im Museum fortgesetzt: die astronomische Vortragsreihe, viele Sonderveranstaltungen wie Lesungen und Konzerte, sowie astronomische Kurse. Viele dieser Veranstaltungen werden schon jetzt auf dem Youtube-Kanal des Museums übertragen, wo sie kostenlos für alle zugänglich sind.

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