Schwerpunktkontrolle
Akzeptanz des Mund-Nasen-Schutzes steigt

Münster -

An sechs Bahnhöfen sowie auf einigen Bahnstrecken in NRW fanden am Montag Schwerpunktkontrollen zur Maskenpflicht statt. Am Bahnhof Münster habe man einen ruhigen Tag verlebt, so die Ordnungskräfte – genaue Zahlen wollte das zuständige Ministerium wiederum nicht herausgeben.

Montag, 07.12.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 18:07 Uhr
Neben Ordnungsamt und Sicherheitskräften kontrollierte am Montag auch die Bundespolizei am Hauptbahnhof Münster verstärkt das Einhalten der Maskenpflicht.
Neben Ordnungsamt und Sicherheitskräften kontrollierte am Montag auch die Bundespolizei am Hauptbahnhof Münster verstärkt das Einhalten der Maskenpflicht. Foto: Oliver Werner

Um kurz nach 14 Uhr betritt am Montag ein Mann mittleren Alters den Hauptbahnhof Münster. Sein Mund-Nasen-Schutz hängt unter dem Kinn. Erst als er im Bahnhof eine Apotheke betritt, ist die Maske am richtigen Platz – Glück gehabt, denn zeitgleich kontrollierte das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der DB Sicherheit sowie der Bundespolizei unter Federführung des NRW-Verkehrsministeriums das Einhalten der Maskenpflicht in und vor dem Hauptbahnhof. Das Fazit fiel – noch vor Abschluss der Aktion, die auch an Bahnhöfen in Hamm, Bielefeld, Dortmund, Köln und Siegburg stattfand – positiv aus.

Man stelle fest, dass die Akzeptanz für das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes deutlich besser als noch etwa im August sei, bilanzierten Metin Sönmez, stellvertretender Leiter des Bahnhofsmanagements in Münster sowie Vertreter der Bundespolizei unisono. Bei einer Kontrolle damals waren nach einem Bericht unserer Zeitung noch 317 der 1707 festgehaltenen Verstöße auf Münster zurückzuführen. Am Montag vermeldete nun aber auch das Ordnungsamt im Bezug auf den Hauptbahnhof Münster „einen ruhigen Tag“. Zwar habe man einige wenige Ordnungswidrigkeiten in diesem Zusammenhang melden müssen, die große Masse der Menschen aber trage den Schutz.

Verkehrsministerium gibt keine regionalen Zahlen heraus

Ob es dabei überall so ruhig war wie in Münster? Könne man nicht sagen, so die Bundespolizei vor Ort. Regionale Zahlen gab am Montagnachmittag auch das NRW-Verkehrsministerium nicht heraus. Man wolle mit der Schwerpunktkontrolle sensibilisieren und keinen Wettkampf forcieren, so die Begründung.

Ganz uninteressant wäre es freilich nicht – jedenfalls nach Einschätzung von Ramona Bensmann. Die Lehramtsstudentin, die für ihr Studium nach Dortmund pendelt, war am Montag wie so häufig mit dem Zug unterwegs. Auch sie zieht insgesamt ein positives Fazit, was die Verhaltensregeln in und vor den Zügen angeht, hat aber auch regionale Unterschiede ausgemacht.

"Die Züge sind recht leer"

Im Vergleich zu Münster komme ihr Dortmund schon „wie eine andere Welt vor“. Nicht nur, weil auf dem Bahnhof dort mehr los sei, auch weil das Tragen der Alltagsmaske dort offenbar nicht ganz so selbstverständlich sei. Insgesamt aber sei die Situation, auch innerhalb der Züge, so, dass sie nicht vom Bahnfahren abgehalten werde, obwohl sie auch auf ihr Auto umsteigen könnte.

Eine Einschätzung, die auch andere Reisende in Münster am Montag teilten. „Die Züge sind recht leer und die Menschen halten sich an die Vorschriften“, befand etwa Marten Steppat.

Währenddessen will das Bahnhofsmanagement Münster, neben bereits aufgeklebten Hinweisen, in der kommenden Woche auch auf den Treppen für geordnete Laufwege mittels Markierungen sorgen.

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