Landgericht Münster
Schlussplädoyers im Nagelstudio-Prozess stehen an

Münster -

Der Nagelstudio-Prozess nähert sich seinem Ende entgegen, am Donnerstag stehen die Plädoyers an. Allerdings bedeutet das keineswegs Gewissheit für die Hauptangeklagten. Denn Teile ihrer Anklage werden in separaten Prozessen weiterverhandelt.

Dienstag, 08.12.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 16:06 Uhr
Landgericht Münster: Schlussplädoyers im Nagelstudio-Prozess stehen an
Das Landgericht Münster Foto: dpa (Symbolbild)

Das Hauptverfahren im sogenannten Nagelstudio-Prozess neigt sich dem Ende entgegen. Am kommenden Donnerstag stehen die Schlussplädoyers vor dem Landgericht Münster an. Der Mammutprozess um illegale Beschäftigung, Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug in Millionenhöhe in mehreren Nagelstudios in Nordrhein-Westfalen, unter anderem in Münster, läuft schon seit Juni.

In der Verhandlung am Dienstag vor dem Landgericht Münster waren nur noch drei der zu Beginn sechs Angeklagten anwesend. Hierbei handelt es sich um die drei mutmaßlichen Strippenzieher, ein Brüderpaar und ihre Nichte, allesamt vietnamesischer Herkunft. Die Anklage gegen die drei anderen wurde im Laufe des Prozesses fallen gelassen, teils gegen Auflagen.

Beweisaufnahme ist abgeschlossen

Die Beweisaufnahme im Hauptverfahren wurde am Dienstag geschlossen. Doch obwohl in Kürze ein Urteil ansteht, werden die Gerichtsverhandlungen weitergehen, wohl bis in neue Jahr. Denn am Dienstag wurde beschlossen, dass die Tatvorwürfe wegen Steuerhinterziehung sowie die Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz in separaten Prozesses behandelt werden. In den nun anstehenden Schlussplädoyers und im Urteil wird es daher ausschließlich um Sozialversicherungsbetrug gehen.

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