Corona-Pandemie
Aufbau des Impfzentrums Münster aktuell im Zeitplan

Münster -

In der Halle Münsterland wird aktuell zu einem der größten Impfzentren der Region umgebaut. Die Arbeiten liegen nach Angaben der Stadt im Zeitplan. Wann mit den Impfungen begonnen werden kann, ist weiter unklar. 

Freitag, 11.12.2020, 18:25 Uhr
Corona-Pandemie: Aufbau des Impfzentrums Münster aktuell im Zeitplan
Der Aufbau des Impfzentrums in der Halle Nord ist in vollem Gange. Derzeit sind die Messebauer aktiv. Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster

nächst die gute Nachricht: Das Corona-Impfzentrum in der Messehalle Nord der Halle Münsterland wird am Dienstag (15. Dezember), wie vom Land gefordert, fertig sein. „Wir sind sehr weit“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

In einem der größten Impfzentren der Region (über 5000 Quadratmeter) sollen im neuen Jahr täglich bis zu 2400 Münsteraner gegen das Corona-Virus geimpft werden. Weniger gut ist aktuell, dass der Krisenstab bislang keinerlei Informationen darüber hat, wann der erste Impfstoff in Münster zur Verfügung steht. Möglicherweise noch im Laufe des Dezembers. Dann soll das benötigte Material nach jüngsten Planungen täglich vom Land ausgeliefert werden.

"Trend hat sich ins Negative verkehrt"

Die aktuellen Zahlen belegen die Notwendigkeit. 491 Münsteraner sind aktuell mit Corona infiziert. „Es gibt 163 Neuinfizierte in den vergangenen drei Tagen. Der Trend hat sich ins Negative verkehrt“, sagt Heuer. Münsters in der jüngeren Vergangenheit bundesweit beachtete Sieben-Tage-Inzidenzwert ist am Freitag inzwischen auch auf 73,9 gestiegen.

Aufbau des Impfzentrums in der Halle Münsterland

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  • Die Federführung des Aufbaus und des organisatorischen Betriebs liegt in den Händen der Berufsfeuerwehr Münster.

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Der Aufbau des Impfzentrums in der Halle Nord ist in vollem Gange. Derzeit sind die Messebauer aktiv. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Der Aufbau des Impfzentrums in der Halle Nord ist in vollem Gange. Derzeit sind die Messebauer aktiv. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Der Aufbau des Impfzentrums in der Halle Nord ist in vollem Gange. Derzeit sind die Messebauer aktiv. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Dort, wo sonst normalerweise Messen wie die "Hochzeitstage" oder große Firmenevents stattfinden, sollen alsbald bis zu täglich 2400 Impfungen möglich sein. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Dort, wo sonst normalerweise Messen wie die "Hochzeitstage" oder große Firmenevents stattfinden, sollen alsbald bis zu täglich 2400 Impfungen möglich sein. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Der Aufbau des Impfzentrums in der Halle Nord ist in vollem Gange. Derzeit sind die Messebauer aktiv. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • Dort, wo sonst normalerweise Messen wie die "Hochzeitstage" oder große Firmenevents stattfinden, sollen alsbald bis zu täglich 2400 Impfungen möglich sein. 

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster

Sobald Impfstoff in Münster zur Verfügung steht, beginnt die laut Heuer „größte Impfaktion in der Geschichte der Stadt“. Dann werden vom Impfzentrum aus gesteuerte „Mobile Teams“ zunächst besonders gesundheitlich gefährdete Münsteraner in Pflegeheimen und Krankenhäusern aufsuchen. Neben Bewohnern und Patienten werden sofort die Beschäftigten geimpft. Insgesamt über 10  000 Menschen.

Impfzentrum entstand in kurzer Zeit

Seit Donnerstag haben die Messebauer das Regiment in der Halle Münsterland übernommen. Bis dahin wurden unzählige Kilometer Kabel gezogen, Stromleitungen verlegt. Jetzt werden palettenweise Zwischenwände in der Messehalle Nord aufgebaut. Unter Federführung der Berufsfeuerwehr ist das Impfzentrum nur drei Wochen nach dem pauschalen Auftrag des Landes NRW und keine zwei Wochen nach der ersten Baubesprechung entstanden. „Es ist eine beachtliche Gemeinschaftsleistung, die hier binnen kürzester Zeit von allen Beteiligten zum Wohl der münsterschen Bevölkerung vollbracht wird“, ist Oberbürgermeister Markus Lewe zuversichtlich, dass die Münsteraner alsbald gegen Corona geimpft werden können.

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Als nächstes geht die Impfstelle in der Halle Münsterland in den Vollbetrieb. Hier werden zunächst priorisierte Münsteraner wie Mitglieder von Hilfsorganisationen oder Lehrer geimpft. Die allgemeine Bevölkerung, so die Prognose, soll spätestens ab Ostern an der Reihe sein.

Zutritt nur mit Impfberechtigung

Wichtig: Ohne die schriftliche Impfberechtigung und einen Termin wird kein Zutritt zum Impfzentrum möglich sein. Derzeit wird ein Terminmanagementsystem erarbeitet. Sobald alle Details geklärt sind, wird die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die den Einsatz der Ärzte und des medizinischen Personals im Impfzentrum koordiniert, die Bürger über das weitere Prozedere informieren. Geplant ist, dass eine Terminvergabe telefonisch, per App und über eine Webseite möglich sein soll.

Insgesamt 160 Mitarbeiter werden zunächst im Impfzentrum beschäftigt sein. Fünf Impfstraßen sind vorgesehen, eine Aufstockung bis auf neun wäre möglich, wenn genügend Impfstoff geliefert werden kann. Das Impfzentrum arbeitet in einem durchgängigen Betrieb an sieben Tagen in der Woche von 8 bis 20 Uhr.

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