Münsters Sinfonieorchester und die Götz-Alsmann-Band beim digitalen Neujahrskonzert
Musikalische Sahnestückchen aus Österreich

Münster -

Die Musikfreunde des Münsterlandes mussten am Neujahrstag nicht auf ihr Konzert im Theater Münster verzichten. Das Sinfonieorchester und die Götz-Alsmann-Band spielten – allerdings nur als Stream-Angebot auf der Homepage des Theaters im Internet.

Freitag, 01.01.2021, 17:08 Uhr
Götz Alsmann moderierte nach alter Tradition das Neujahrskonzert in Münster. Seine Band wechselte sich mit dem Sinfonieorchester der Stadt Münster ab.
Götz Alsmann moderierte nach alter Tradition das Neujahrskonzert in Münster. Seine Band wechselte sich mit dem Sinfonieorchester der Stadt Münster ab. Foto: Loy

Wer Münsters Neujahrskonzerte besucht, der lernt in aller Regel die Welt kennen. In den vergangenen Jahren standen bereits musikalische Intermezzi aus und fröhliche Reisen nach Italien, Großbritannien, Spanien und zuletzt Amerika auf dem Plan. Wer hätte vor einem Jahr ahnen können, dass das mit dem Reisen 2020 nicht allzu viel werden würde?

Am ersten Tag des neuen Jahres 2021 zollten Götz Alsmann und seine Band sowie das Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg dem Lockdown Tribut und luden per Stream zu einer Reise nach Österreich ein, und damit in jenes Land, das mit Ischgl und seinen infizierten Ski-Touristen und „Superspreadern“ traurige Berühmtheit erlangte, aber dafür die schmackhaftesten Mehlspeisen, die schönsten Berge und die zuckrigsten Walzer- und Polkaklänge zu bieten hat.

„Golo, schmeiß den Riemen auf die Orgel!“, so ermunterte Götz Alsmann eingangs Münsters Generalmusikdirektor und das Sinfonieorchester Münster. Anders als in Wien ging es in Münster mit dem Radetzky-Marsch los. Wer wollte, durfte es sich also ab 16 Uhr vor dem heimischen Bildschirm gemütlich machen, die Alpenrepublik musikalisch-digital bereisen und sich dabei im Marsch-Rhythmus warmklatschen.

Unter dem Motto „Dein Kuss von letzter Nacht“ präsentierte das Sinfonieorchester Münster in einer Stunde und 22 Minuten zusammen mit Entertainer Götz Alsmann und seiner Band in gewohntem Charme und Witz eine Auswahl an österreichischen Schlagern, Chansons und Liedern. Zudem gab es eine erlesene Auswahl an Polkas und Walzern aus der Strauß-Dynastie zu hören.

Münsters Musiker lieferten mithin das nachmittägliche Sahnehäubchen auf einer gehaltvollen Wiener Sachertorte, die Riccardo Muti und die Wiener Philharmoniker (siehe oben) bereits am Vormittag im leeren Goldenen Saal des Wiener Musikvereins angeschnitten hatten.

Es blieb der Wunsch, dass sich die Welt 2021 spürbar erholt. „Wir danken Ihnen allen, dass sie ihre Unterhaltungselektronik angeworfen haben“, sagte Alsmann. Und hofft auf ein Neujahrskonzert 2022 in alter „Façon“. Zum Schluss erklangen „Sorgenbrecher“-Walzer von Johann Strauß Vater.

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