Die Lage in Münster
Vier weitere Menschen nach Corona-Infektion gestorben

Münster -

Münsters Inzidenz ist wieder unter 100, dennoch muss die Stadt vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermelden. Bewegungseinschränkungen drohen den Münsteranern derzeit nicht.

Dienstag, 05.01.2021, 12:25 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 21:23 Uhr
Die Lage in Münster: Vier weitere Menschen nach Corona-Infektion gestorben
In Münster hat es vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Foto: dpa (Symbolbild)

In Münster hat es vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Diese wurden laut einer Pressemitteilung der Stadt in Münsters Krankenhäusern und Seniorenheimen registriert. Drei Frauen je im Alter von 96, 92 und 50 Jahren sowie ein 84-jähriger Mann sind gestorben. Damit hat sich die Zahl der Menschen, die in Münster seit Ende März 2020 mit oder an Covid-19 gestorben sind, auf 54 erhöht.

Aktuell gelten in Münster 638 Menschen als infiziert. Am Montag waren es noch 670. Im Vergleich zum Vortag hat es 26 bestätigte Neuinfektionen mit dem Virus gegeben. Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Fälle ist damit auf 4497 gestiegen. Davon gelten nun 3805 als genesen - 54 mehr als noch am Montag. 770 Personen in Münster befinden sich derzeit als Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne.

18 Covid-Patienten auf Intensivstationen

In den münsterischen Krankenhäusern werden derzeit 106 Covid-19-Patienten behandelt, 18 davon auf Intensivstationen. Zwölf Menschen müssen nach Angaben der Stadt beatmet werden. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Sie liegt nun bei 91,3 (-5,4). Bewegungseinschränkungen (ab 200) drohen Münster aktuell nicht. „Wir sind in einer schwachen Abwärtsentwicklung der Zahlen“, analysiert Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Der Lockdown, der immerhin seit dem 16. Dezember gilt, zeige nur langsam Wirkung.

"Weihnachten wirkt sich in der Grundtendenz aus"

Die Höchstzahl an Neuinfektionen ist in Münster am Tag vor Heiligabend (23. Dezember) mit 105 gemessen worden, was sicherlich an den vielen freiwilligen Testungen vorm Fest liegen mag. Die mit 92 zweithöchste Zahl an Neuinfektionen wurde am 30. Dezember festgestellt. „Weihnachten wirkt sich in der Grundtendenz aus“, sagt Dr. Hendrik Oen (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Münster). Und auch Heuer schätzt ein, dass eine Verbindung zu den Zahlen nicht von der Hand zu weisen sei.

Heuer rechnet nicht mit Corona-Leine

Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer rechnet angesichts einer aktuellen Inzidenz von 91,3 derzeit nicht mit Bewegungseinschränkungen (Radius 15 Kilometer) in Münster, wie sie bei einem Wert von über 200 kommen sollen. „Ich setze darauf, dass der aktuelle Lockdown in Münster ausreichend Wirkung zeigt“, sagt Heuer. Grundsätzlich seien verschärfte Vorgehensweisen regional nachvollziehbar, da das Infektionsgeschehen an einigen Stellen außer Kontrolle geraten scheine, so Heuer. (Von Ralf Repöhler)

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Wenn die Impfungen in den Seniorenpflegeeinrichtungen abgeschlossen sind, sollen ab Mitte Januar ausgewählte Krankenhaus-Bereiche wie Corona-Stationen und Notaufnahmen folgen. Dort soll nur das Personal geimpft werden. Eine Impfung von Patienten ist nicht vorgesehen, heißt es.

 

 

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