Kanalweg-Beleuchtung in den Rieselfeldern
Zu viel Licht für die Fledermaus

Münster-Coerde -

15 von 26 der in Nordrhein-Westfalen vorkommenden Fledermaus-Arten leben in den Rieselfeldern. Damit das so bleibt, wendet sich die Biologische Station nach eigenen Angaben gegen eine adaptive Beleuchtung des Kanalwegs. Die Stadt habe entgegen einer Vereinbarung „keinerlei Rücksprachen“ getroffen. Von Katrin Jünemann
Mittwoch, 06.01.2021, 06:30 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.01.2021, 06:30 Uhr
Die seltene Bechsteinfledermaus ist eine von 15 Arten, die in den Rieselfeldern leben
Die seltene Bechsteinfledermaus ist eine von 15 Arten, die in den Rieselfeldern leben. Foto: Knut Rickhoff

15 von 26 der in Nordrhein-Westfalen vorkommenden Fledermaus-Arten lassen sich in den Rieselfeldern nachweisen. Nun installiert das Amt für Mobilität und Tiefbau auf etwa acht Kilometern Länge zwischen der Schleuse und der Gittruper Straße in Gelmer in Richtung Norden rund 250 Laternen für eine adaptive Beleuchtung der Kanalpromenade. Diese Leuchten reagieren bei Dämmerung und Dunkelheit auf sich nähernde Radfahrer oder Fußgänger – und gehen an. Und wieder aus, wenn die Passanten verschwunden sind.

Für Fledermäuse sei solch ein An und Aus nicht zuträglich, unterstreicht Dr. Michael Harengerd, Leiter der Biologischen Station Rieselfelder. Denn Fledermäuse meiden Licht. Er erwartet, dass die Verwaltung der Stadt Münster zur Beseitigung des Licht-Problems auf die Biologische Station zukommt. Denn die Verwaltung habe entgegen einer Vereinbarung „keinerlei Rücksprachen“ getroffen. Doch „noch ist es nicht zu spät“, unterstreicht Harengerd.

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