Corona-Infektionen im Meyer-Suhrheinrich-Haus
Zahl der Infizierten klettert auf 31

Münster-Hiltrup -

Weitere acht Bewohner und zwei Pflegekräfte sind im Meyer-Suhrheinrich-Haus positiv auf Corona getestet worden. Damit klettert die Zahl der Infizierten binnen weniger Tage auf nunmehr 31.

Donnerstag, 07.01.2021, 19:30 Uhr
Das Meyer-Suhrheinrich-Haus an der Marktallee 42
Das Meyer-Suhrheinrich-Haus an der Marktallee 42 Foto: Meyer-Suhrheinrich-Stiftung

Innerhalb des Meyer-Suhrheinrich-Hauses hat sich das Corona-Virus weiter ausgebreitet. Mittlerweile hat es in einer zweiten Hausgemeinschaft innerhalb der Einrichtung Infizierungen gegeben. Acht Bewohner sowie zwei Pflegekräfte seien positiv getestet worden, erklärte der Geschäftsführer des Altenhilfe-Zentrums St. Clemens, Michael Heeke, am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung.

14 Bewohner und sieben Mitarbeiter waren bereits Ende 2020 positiv getestet worden. Somit hat sich Zahl der Infizierten auf 31 erhöht. Aktuell ist lediglich eine Hausgemeinschaft innerhalb der Einrichtung für an Demenz erkrankte Personen virenfrei, sagte der Geschäftsführer.

Kritik an der Informationspolitik der Einrichtung

Zum Gesundheitszustand der Bewohner und Mitarbeiter sagte Heeke, dass einige bereits wieder symptomfrei beziehungsweise auf dem Weg der Besserung seien. Eine Person sei ins Krankenhaus verlegt worden. Eine Sterbesituation habe es bislang nicht gegeben, betonte Heeke angesichts der zuletzt sehr hohen Sterblichkeitszahlen in Münster bei an Covid-19-erkrankten Personen.

Unterdessen wurde Kritik an der Informationspolitik der Einrichtung laut. Zwar seien Angehörige und Mitarbeiter vor dem Jahreswechsel informiert worden, nicht aber die Öffentlichkeit. Diese erfuhr erst zu Beginn dieser Woche von den Infektionen (WN, 5.1.). Besorgte Bürger wunderten sich, warum es für ein Haus in zentraler Lage keine Informationspflicht gebe. Besorgte Hiltruper glauben, für Passanten existiere „eine massive Bedrohung“ , die in der unmittelbaren Nähe Einkäufe erledigen würden.

Kein Besucher ohne gültigen Schnelltest

Diese Befürchtungen sind nach Einschätzung des Geschäftsführers des Altenhilfe-Zentrums St. Clemens „völlig unbegründet“. Die Infektionsmöglichkeiten außerhalb des Gebäudes seien „nahe Null“, sagte Heeke.

Seit dem 28. Dezember, dem Tag, als erstmals das Corona-Virus bei zwei Bewohnerinnen nachgewiesen wurde, habe kein Bewohner mehr das Haus verlassen. Zudem gelte aufgrund der Quarantänesituation ein Besuchsverbot.

Bereits seit dem 16. Dezember sei kein Besucher ohne gültigen Schnelltest in die Einrichtung gelangt, erklärte Heeke. Dieser Schnelltest sei von den Mitarbeitern durchgeführt worden. Er schloss nicht aus, dass das Virus durch Besuche an den Weihnachtstagen in das Meyer-Suhrheinrich-Haus gelangt sei.

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