„iServ“ funktionierte in Schulen nicht
Zum Start des Distanzunterrichts ein Totalausfall

Münster -

Jetzt gilt‘s: die Umsetzung des Distanzlernens in der Schule mit digitalen Mitteln. Zum Auftakt fiel am Montag das Videokonferenzmodel der Lernplattform „iServ“ aus. Das nutzen auch alle städtischen Schulen in Münster.

Montag, 11.01.2021, 17:30 Uhr
„iServ“ funktionierte in Schulen nicht: Zum Start des Distanzunterrichts ein Totalausfall
Der Start in den Distanzunterricht ist nicht besonders gut geglückt. Foto: dpa (Symbolbild)

So hatte sich Hen­drik Snethkamp, Leiter des Ratsgymnasiums, den Auftakt des Distanzlernens nach den verlängerten Weihnachtsferien nicht vorgestellt. Die von der Stadt Münster für alle rund 80 allgemeinbildenden Schulen verwandte Lernplattform „iServ“ streikte – zumindest in Teilen. Das wichtige Video­konfernzmodul, mit dessen Hilfe sich viele Klassen am Morgen zunächst einmal virtuell versammeln und austauschen sollten, war, so Snethkamp, „ein Totalausfall – wir mussten improvisieren“. Klaus Ehling, Leiter des städtischen Schulamtes bestätigt, dass es „Störungen“ gegeben habe.

Entspannung erst am späten Vormittag

Große Verzögerungen gab es an einigen Schulen auch beim Einloggen auf die Plattform, erzählt Ralf Cyrus, Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Letzteres hat den Großteil seiner Schüler mit iPads einheitlich ausgestattet, auf denen auch das Konferenzmodul Microsoft Teams installiert ist. „Bei Videokonferenzen oder ge­streamtem Unterricht nutzen wir Teams“, so Cyrus. Am späteren Vormittag hätten sich die Probleme mit „iServ“ aber etwas entspannt, berichtet Snethkamp.

"Es gibt ein Softwareproblem"

Für Stefan Schoenfelder, Leiter des städtischen IT-Softwaredienstleisters Citeq, steht fest, dass die Schwierigkeiten nicht etwa kapazitätsbedingt aufgetreten sind, weil in Deutschland Tausende von Schulen gleichzeitig auf die Plattform „iServ“ zugriffen. „Es gibt Softwareprobleme“, so Schoenfelder. Er ist „sehr optimistisch“ dass „iServ“ die Probleme mit dem Videokonferenzmodul „in ein bis zwei Tagen beheben“ könne. Sollte dies wider Erwarten nicht gelingen, könnten alle Schulen für die Videokonferenzen auf ein anderes Instrument umsteigen, eben etwa Teams.

In diesem Fall allerdings aber müssten Lehrer und Schüler erst den Umgang mit der Software lernen, so Schoenfelder. Auch beim ersten Lockdown im März gab es gleich zu Anfang Probleme, damals hervorgerufen durch einen Hackerangriff. Ein solches Szenario schließt Schoen­felder diesmal aus.

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