Missbrauchsprozess gegen Adrian V.
Zeuge sagt zu Gewalt-Chats aus

Münster -

Welche Gewaltfantasien hatte der Hauptbeschuldigte im Missbrauchskomplex Münster? Dazu sagte am Mittwoch ein Zeuge aus Köln vor dem Landgericht aus.

Dienstag, 12.01.2021, 16:30 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 15:48 Uhr
Ein Zeuge aus Köln sagte am Dienstag zu Chat-Verläufen mit Adrian V. (Foto) aus.
Ein Zeuge aus Köln sagte am Dienstag zu Chat-Verläufen mit Adrian V. (Foto) aus. Foto: Dirk Anger

Im Missbrauchsprozess gegen ­Adrian V. aus Münster und vier weitere Angeklagte – darunter dessen Mutter – stand am 15. Verhandlungstag erneut die Vernehmung von Zeugen auf der Agenda. Darunter befand sich ein Mann aus Köln, der sich dort wegen Missbrauchs vor Gericht verantworten muss.

Der Kölner wird dem Pädophilen-Netzwerk um Adrian V. zugerechnet. Er sollte im Beisein seines Rechtsanwalts zur Person des Münsteraners aussagen. Unter anderem soll es dabei um dessen Gewaltfantasien gegangen sein, die Gegenstand in diversen Chat-Verläufen gewesen sind, wie zu hören ist.

Zwischen den beiden Männern gab es angeblich ein persönliches Treffen in Köln, bei dem der Zeuge des Prozesses am Dienstag selbst den Ziehsohn von Adrian V. missbraucht haben soll.

Video "Portrait: Ermittler im Missbrauchskomplex" in Kooperation mit dem WDR:

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