Schule im Corona-Lockdown
Distanzunterricht „ruckelt sich ein“

Münster -

Am zweiten Tag des für die Schulen nun obligatorischen Distanzunterrichts lief schon manches besser als zum Auftakt, so eine Zwischenbilanz aus den Schulen. Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten.

Dienstag, 12.01.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 18:18 Uhr
Der zweite Tag des Distanz-Unterrichts lief besser als der erste.
Der zweite Tag des Distanz-Unterrichts lief besser als der erste. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Fernunterricht an den münsterischen Schulen, Tag zwei: „Es ruckelt sich ein“ – so lautet am Mittag das vorläufige Fazit für die städtischen Gymnasien, für deren Schulleiter Hendrik Snethkamp, der Chef des Ratsgymnasiums, spricht. An Snethkamps Schule gab es kurz nach 8 Uhr Startschwierigkeiten mit der von den städtischen Schulen genutzten Lernplattform „IServ“ . Im Laufe des Vormittags lief das System besser, auch das am Montag kaum funktionierende Video­konferenz­modul kam in Gang.

Eher problemlos läuft nach den Worten von Kathi Kösters, Leiterin der Gesamtschule Münster-Mitte, der Distanzunterricht. Videokonferenzen laufen dort schon länger über die Plattform „Teams“, weil diese Anwendung bei „IServ“ auch im ersten Lockdown nicht gut funktioniert habe, so Kösters.

Neue Lernplattform an Schulen des Bistums

„Distanzunterricht ist aber mehr als Videokonferenzen“, ergänzt sie und ist froh, dass die pädagogische Konzeption seit Monaten für den Distanzunterricht be- und überarbeitet worden sei. „Schon seit Jahren haben wir alle Materialien, auch die Schulbücher für Schüler online verfügbar“, so Kösters.

An den bischöflichen Schulen ist deren neue Lernplattform „schulbistum.de“ in Betrieb gegangen. Sie habe stabil funktioniert, heißt es in einem detaillierten Elternrundbrief des Schulleiters der Friedensschule zum Thema Distanzunterricht, der sich nun „einspielen“ müsse, so Ulrich Bertram. Es sei normal, dass es derzeit noch zu Fragen und Unsicherheiten komme.

„Kamera an“ ist die Devise

Bertram gibt auch die Devise aus: „Kamera an!“ Es könne „nicht im Interesse der Elternhäuser sein, dass Kinder auch noch um 11 Uhr im Schlafanzug am Unterricht teilnehmen“.

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