Pokalerfolg
Todeskino jubelt mit Holstein Kiel

Zwölf Jahre war Peter Todeskino beruflich in Kiel. Klar, dass der grüne Politiker sich über den Pokalerfolg über die Bayern am Fernseher freute.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:30 Uhr aktualisiert: 14.01.2021, 17:03 Uhr
Peter Todeskino war auch Bürgermeister in Kiel.
Peter Todeskino war auch Bürgermeister in Kiel. Foto: ohw

Im Spätsommer war Peter Todeskino der grüne Herausforderer, der Oberbürgermeister Markus Lewe in eine spannende Stichwahl zwang. Zuvor war der Chef der WBI Münster zwölf Jahre lang Stadtrat für Stadtentwicklung in Kiel. Insofern drückte er dem Fußballzweitligisten Holstein Kiel beim sensationellen Pokalerfolg über Bayern München beide Daumen. „Ich habe mich sehr gefreut. Das war für mich ein Heimspiel“, jubelte Todeskino vor dem Fernseher in Münster. Und tauschte sich sofort mit Kieler Weggefährten über die sozialen Medien aus.

Todeskino hatte in seiner Kieler Zeit den schrittweisen Ausbau des alten Stadions mit auf den Weg gebracht. „Meine Sympathie ist da. Es gibt eine mentale und berufliche Verbindung“, sagt er. Als die Kieler kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich schossen, riss Todeskino begeistert die Balkontür auf und rief ein zartes „Holstein Kiel“ in die Nacht. Todeskinos Frau hat ein Herz für die Bayern, fieberte dann aber doch mit dem Underdog.

Bayern verliert gegen Kiel

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  • Riesenjubel bei Holstein Kiel: Der FC Bayern München muss die Jagd auf das Titel-Triple früh einstellen. Der Zweitliga-Dritte Holstein Kiel schaltet den Rekordmeister und Rekordpokalsieger schon in Runde zwei aus.

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  • Ioannis Gelios (Kiel) wird von Jonas Meffert (Kiel) umarmt | Erstmals seit mehr als 20 Jahren scheiterte der FC Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Am 1. November 2000 verloren die Münchner beim Oberligisten 1. FC Magdeburg ebenfalls im Elfmeterschießen. Die Niederlage in Kiel war auch die erste seit 17 Jahren gegen einen unterklassigen Verein. Zudem bedeutete sie das Ende einer Siegesserie nach 13 Pokal-Spielen.

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  • Als die Spieler von Holstein Kiel nach ihrem Sensations-Coup feierten, trotteten die Stars des FC Bayern München nach der DFB-Pokal-Blamage niedergeschlagen in die Kabine.

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  • Das 1:2 | Nach einer mäßigen Vorstellung war der FC Bayern am Mittwochabend im Elfmeterschießen beim überragenden Fußball-Zweitligisten aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Kiels Finn Bartels verwandelte den entscheidenden Elfmeter gegen Nationaltorwart Manuel Neuer. Zuvor war Münchens Marc Roca an Holstein-Keeper Ioannis Gelios gescheitert.

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  • Für die Münchener war es das erste Aus im DFB-Pokal in der zweiten Runde seit über 20 Jahren und das erste gegen ein klassentieferes Team seit 17 Jahren. «Natürlich ist es ein Schock, wir sind natürlich enorm enttäuscht», meinte Trainer Hansi Flick in der ARD.

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  • Ein Kieler Fan hält einen Schal hoch, während er den Sieg des Teams feiert.

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  • Kieler Fans feiern mit Autocorso.

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  • «Das ist ein außergewöhnliches Erlebnis. Das ist etwas, an was man sich noch in vielen Jahren erinnert», sagte hingegen Holsteins-Trainer Ole Werner im TV-Sender Sky.

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  • «Wir haben immer daran geglaubt, dass wir hier die Überraschung schaffen können», ergänzte Matchwinner Bartels in der ARD. Im Achtelfinale treffen die Kieler nun Anfang Februar auf den Ligarivalen Darmstadt 98.

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  • Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es 2:2 (1:1) gestanden. Serge Gnabry (14.) aus Abseitsposition und Leroy Sané (48.) per Freistoß hatten den Pokal-Rekordgewinner zweimal in Front gebracht. Den mehr als gleichwertigen Kielern gelang durch Fin Bartels (37.) und Kapitän Hauke Wahl Sekunden vor dem Abpfiff jeweils der Ausgleich.

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  • Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen.

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