SEK-Einsatz
Durchsuchungen nach illegalem „Viertel-Meilen-Rennen“ in Münster

Münster -

Kurz vor Weihnachten rasten sie mit 140 km/h mitten durch Münster – und der Polizei davon. Nach dem mutmaßlichen illegalen Autorennen haben  Polizisten am Freitagmorgen, unterstützt durch Spezialeinsatzkräfte, Wohnungen in Münster und Emsdetten durchsucht.

Freitag, 15.01.2021, 09:45 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 11:57 Uhr
SEK-Einsatz: Durchsuchungen nach illegalem „Viertel-Meilen-Rennen“ in Münster
Im Kreis Steinfurt hat die Polizei einen getunten VW Scirocco sichergestellt. Foto: Polizei Münster

Nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mitten in Münster kurz vor Weihnachten hat die Polizei am Freitagmorgen Wohnungen durchsucht. Das sagte ein Polizei-Sprecher. Festnahmen gab es nicht. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Auch SEK-Kräfte waren im Einsatz, der sich gegen mutmaßliche Teilnehmer des Rennens richtete. Zwei Wohnungen in Münster und eine in Emsdetten wurden durchsucht.

„Viertel-Meilen-Rennen“ in Münster

An dem sogenannten „Viertel-Meilen-Rennen“ am 18. Dezember sollen laut früheren Angaben der Polizei vier PS-starke Fahrzeuge teilgenommen haben. Sie sollen sich an der Weseler Straße an der Ampel vor dem Abzweig zum Koldering aufgestellt und dann hochbeschleunigt haben, als Grünlicht kam – mit quietschenden Reifen und teilweise ausbrechenden Hecks. Es sei Tempo 140 überschritten worden , hieß es.

Eine Zivilstreife hatte das Rennen gestoppt und die für Autorennen getunten und hochmotorisierten Sportwagen von zwei beteiligten Fahrern sichergestellt. Hierbei handelte es sich den Polizeiangaben zufolge um einen Nissan 350Z und einen Honda Civic TypR. Auch die Führerscheine der beiden 29 und 35 Jahre alten Männer aus Münster behielten die Polizisten ein.

Ermittlungen führen zu weiterem Verdächtigem 

Intensive Ermittlungen in den vergangenen Wochen haben nun zu einem weiteren 26-jährigen Beschuldigten geführt, wie die Polizei weiter mitteilt. Der Mann aus dem Kreis Steinfurt wird dringend verdächtigt, auch an dem illegalen Kraftfahrzeugrennen Ende Dezember teilgenommen zu haben. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter Beschlüsse zur Durchsuchung der Wohnungen der drei Beschuldigten, die am Freitag (15. Januar, 6 Uhr) vollstreckt wurden. Im Kreis Steinfurt stellten die Beamten den VW Scirocco des 26-Jährigen samt Schlüssel und Papieren sicher. Bei den 29 und 35 Jahre alten Beschuldigten aus Münster nahmen sie Fahrzeugpapiere und Schlüssel der bereits im Dezember sichergestellten Autos mit. Bei dem Einsatz in Münster waren auch Kräfte der Spezialeinheiten eingebunden.

Seit 2017 werden illegale Rennen als Straftat gewertet. Damit drohen, sollte eine solche Wettfahrt entdeckt werden, hohe Geld- und sogar Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren.

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