Batterieforschung am Institut IWARU der FH Münster
Recyclingzentrum für Hochleistungs-Akkus

Münster -

Je vielfältiger die Anwendungsgebiete für Hochleistungsbatterien, desto dringlicher das Probleme der Wiederaufbereitung. Prof. Dr. Sabine Flamme von der FH Münster entwickelt hier gemeinsam mit Forschern der RWTH Aachen ein Recyclingzentrum.

Montag, 18.01.2021, 09:00 Uhr
Akkus in E-Bikes sind ein stark wachsender Anwendungsbereich von Lithium-Ionen-Batterien.
Akkus in E-Bikes sind ein stark wachsender Anwendungsbereich von Lithium-Ionen-Batterien. Foto: FH Münster/Anne Holtkötter

Sie sind in der elektrischen Zahnbürste, im E-Bike und Smartphone: Hochleistungsbatterien. Sie gehören zu unserem Alltag, und es werden immer mehr. Allein die Anzahl batteriebetriebener Pkw soll nach dem Willen der Bundesregierung von aktuell fast 140 000 auf zehn Millionen bis 2030 steigen.

Damit steigt aber auch die Menge an ausgedienten Batterien, insbesondere der Lithium-Ionen-Batterien, kurz LIB. Da diese neben Lithium eine ganze Reihe weiterer endlicher Ressourcen enthalten, deren Abbau oft mit starken Umweltbelastungen verbunden ist, braucht es innovative Recyclinglösungen, heißt es in einer Pressemitteilung der FH Münstrer.

Konzept für ein Recycling-Zentrum

Eine Aufgabe, mit der sich die Arbeitsgruppe Ressourcen am Institut für Infrastruktur – Wasser – Ressourcen – Umwelt der FH Münster (IWARU) unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Flamme befasst. In der vom Land NRW geförderten Studie „Demonstrationszentrum Batterie-Recycling“ hat das IWARU zusammen mit der RWTH Aachen im vergangenen Halbjahr ein Konzept für ein Recycling-Zentrum entwickelt.

„Das Zentrum soll auf die vorindustrielle Forschung ausgerichtet sein und alle Behandlungsschritte beinhalten, die für ein umfassendes Recycling von ausgedienten LIB notwendig sind. Somit dient es als Bindeglied zwischen Forschung und Entwicklung sowie Unternehmen aus dem Bereich der Anwendung und des Recyclings“, sagt Sabine Flamme, die am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH zu Ressourcen, Stoffstrom- und Infrastrukturmanagement lehrt und forscht.

Mit dem Demonstrationszentrum wird eine nachhaltige E-Mobilität abgesichert

Prof. Dr. Sabine Flamme

„Mit dem Demonstrationszentrum für das Batterierecycling wird eine möglichst vollständige Kreislaufschließung für den Gesamtstoffstrom Batterien angestrebt und somit eine nachhaltige E-Mobilität abgesichert“, so die Wissenschaftlerin. Zudem sehen die Projektpartner die Chance, aus den Recyclingerfahrungen wichtige Impulse für die Entwicklung von neuen Batterietypen geben zu können.

Dies ist auch ein Ziel zweier weiterer Projekte, an denen das IWARU beteiligt ist.

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