Bischof trifft Gruppe „Nicht mit uns“ aus St. Stephanus
„Verwerfungen und Verwundungen aufarbeiten“

Münster -

Bischof Felix Genn hat am Montagabend Vertreter aus der Gemeinde St. Stephanus getroffen. Dabei ging es unter anderem um die vom Bischof veranlasste Abberufung des beliebten Pfarrers Thomas Laufmöller.

Dienstag, 19.01.2021, 20:00 Uhr
Bischof Dr. Felix Genn
Bischof Dr. Felix Genn Foto: Wilfried Gerharz

„In einer offenen Atmosphäre“ – darin waren sich beide Seiten nach zwei Stunden einig – lief am Montagabend ein Treffen zwischen Bischof Dr. Felix Genn und Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp sowie Vertretern der Gruppe „Nicht mit uns“ aus der Kirchengemeinde St. Stephanus ab. Diese hatte sich gegründet, nachdem der bei vielen beliebte Gemeindepfarrer Thomas Laufmöller vom Bischof versetzt worden war. Er wirkt künftig je zur Hälfte in St. Nikolaus in Wolbeck und an der Friedensschule.

Laut Bistum erläuterte Genn in dem Gespräch die Gründe für die Entscheidung und betonte, dass er bei dieser Entscheidung bleiben werde. Er habe zudem zur Kenntnis genommen, „dass die innere Annahme dieser Entscheidung nicht allen möglich sei“.

Notwendigkeit der Aufarbeitung

Gleichzeitig sei ihm die Notwendigkeit der Aufarbeitung von Verwerfungen und Verwundungen auf beiden Seiten sehr deutlich geworden. In weiteren Gesprächen mit den Gremien der Pfarrei, mit Pfarrverwalter Dr. Siegfried Kleymann sowie mit dem Seelsorgeteam solle überlegt werden, wie auch der Dialog mit der Gruppe fortgeführt werden kann.

Diese hat sich nach eigenen Angaben darüber gefreut, dass ihre Anliegen vom Bistum gehört wurden. Für die Zukunft hoffe sie auf „mehr gerechte und echte Partizipation der Gläubigen“, bilanzierten die sechs Vertreter von „Nicht mit uns“, die vom Bischof zu dem Gespräch eingeladen worden waren.

„Vieles gehört, was ihm vorher noch nicht bewusst war“

Genn habe eingeräumt, dass er bei dem Gespräch „vieles gehört hatte, was ihm vorher noch nicht bewusst war“, so Martin Schulte, Mitglied von „Nicht mit uns“. Die Gruppe hoffe nun, dass die Bistumsleitung zukünftig Entscheidungen erst dann fälle, wenn auch von der Gemeinde interne Informationen eingeholt würden. Die Frage, warum Pfarrer Thomas Laufmöller versetzt wurde, sei vom Bischof mit der dann entstehenden Verbesserung der Zusammenarbeit in der Großgemeinde St. Liudger – zu der St. Stephanus gehört – begründet worden.

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