Nachwuchs bei Waldantilopen
Weiblicher Bongo im Zoo in Münster geboren

Münster -

Gute Nachrichten aus dem Allwetterzoo: Es gibt Nachwuchs bei den Waldantilopen. In dieser Woche wurde ein weiblicher Bongo geboren.

Freitag, 22.01.2021, 14:00 Uhr
Nachwuchs bei Waldantilopen: Weiblicher Bongo im Zoo in Münster geboren
Domenica hat zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Foto: Allwetterzoo Münster

Am Mittwoch ist im Allwetterzoo Münster ein weiblicher Bongo, eine Waldantilope zur Welt gekommen. Die zehn Jahre alte Domenica hat laut einer Pressemitteilung des Zoos zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. "Wir halten im Allwetterzoo Östliche Bongos. Diese leben nur in kleinen Waldgebieten Kenias und gelten als vom Aussterben bedroht", sagt Kuratorin Dr. Simone Schehka zur Bedeutung dieses Zuchterfolges.

Die Einschätzung zum Bedrohungszustand dieser Art stammt von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur. Die nächsten Verwandten, die Westlichen Bongos, werden aktuell von der IUCN als potenziell gefährdet eingestuft. "Beide Arten leiden unter der Zerstörung ihres Lebensraums. Zudem werden ihre Bestände in der Natur durch Wilderei kontinuierlich dezimiert", so Schehka.

Leuchtend rotbraunes Fell mit weißen Streifen

Der Bongo ist eine auffallend gezeichnete Waldantilope, wie es in der Mitteilung heißt. Sie lebt in den dichten Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Man finde die Tiere vom Flachland bis in Höhen von bis zu 4000 Meter. Der Bongo gehöre zu den wenigen Waldantilopen, bei denen auch das Weibchen Hörner trägt. "Auffallend sind die senkrechten weißen Flankenstreifen, die sich deutlich vom leuchtend rotbraunen Fell abheben", schreibt der Zoo. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 1,70 bis 2,50 Meter und einem Gewicht von 240 bis 270 Kilogramm ist der Bongo eine der größten und schwersten Waldantilopen.

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Foto: Allwetterzoo Münster

Bongos ernähren sich hauptsächlich von Blättern. Geschickt verwenden sie ihre Zunge als Greiforgan, um Baum- und Strauchlaub zu äsen. Oft stellen sie sich dabei auf die Hinterbeine, die Vorderbeine gegen einen Baumstamm stützend, um selbst höher wachsende Äste und Zweige zu erreichen. Gerne fressen sie aber auch Gräser, Kräuter und Früchte. Bongos reißen sogar mit ihren Hörnern junge Bäume aus, um an die Wurzeln zu kommen.

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