Virtueller Neujahrsempfang im Corona-Modus
Der Rektor allein im Schloss

Münster -

Neujahrsempfänge sucht man in diesen Corona-Zeiten vergeblich. Nicht so bei der Universität. Die WWU verlegte das sonst so festliche Ereignis ins Internet. Und so können auch nicht nur die sonst üblichen geladenen Gäste teilnehmen.

Samstag, 23.01.2021, 12:00 Uhr
Das Schloss war auch in diesem Jahr zum Neujahrsempfang festlich erleuchtet. – allerdings nur für die Filmaufnahmen.
Das Schloss war auch in diesem Jahr zum Neujahrsempfang festlich erleuchtet. – allerdings nur für die Filmaufnahmen. Foto: Oliver Werner

Der Gegensatz könnte größer nicht sein: Neujahrsempfang 2020 der Universität im Schloss: Die festliche Aula voller Menschen. Neujahrsempfang 2021: Rektor Prof. Johannes Wessels allein zu Haus im großen Saal. Ganz ausfallen sollte der traditionelle Empfang der Universität nicht, so wurde ein bei Youtube abrufbarer Film gedreht – mit Bildern vom bunt beleuchten Schloss, Preisverleihung. Musik der Pop-Klasse der Musikhochschule und der Rede des Rektors. Da steht Johannes Wessels in der leeren Aula, die Rede ist diesmal auch kürzer – die namentliche Begrüßung der vielen Ehrengäste fällt ja aus.

Vorherrschendes Thema der Ansprache: die Pandemie, natürlich. Der komplette Hochschulbetrieb ist durch Corona jetzt fast ein Jahr im ganz überwiegend Distanzmodus. Der aber, sagt Wessels – und dankt dabei den vielen WWU-Mitgliedern, die geholfen haben, die digitale Lehre zu organisieren – funktioniere gut. Das Sommersemester sei für die Studierenden „kein verlorenes Semester“ gewesen.

Es schlägt die Stunde der Wissenschaftler

In der Pandemie, das betont der Rektor auch, schlägt die Stunde der Wissenschaft. Ob Virologen, Psychologen oder Rechtswissenschaftler, die an der WWU Aspekte und Fragen der Pandemie erforschten: „Wissenschaft hat hier gezeigt, was sie zu leisten in der Lage ist“, sagt Wessels – und freut sich, dass dies in der deutschen Gesellschaft auch ganz überwiegend geschätzt werde.

Die Universität werde in der Stadtgesellschaft und auch im Stadtbild in diesem Jahr weiter für Veränderungen sorgen. Allein die Forschungsbauten, die gerade errichtet werden, umfassten ein Investitionsvolumen in Höhe von einer Viertel Milliarde Euro, demnächst begännen auch auf dem Gelände am Hüffer-Stift die Arbeiten für den Campus der Religionen.

Und die Pläne zum Musikcampus – ein zentrales Projekt der Universität? Dass das Thema im vergangenen Jahr in Münster in der öffentlichen Debatte etwas in den Hintergrund getreten sei, sage nichts über die weiterhin „hervorragenden Realisierungschancen“ aus, so Wessels: „Wir alle müssen die Gelegenheit jetzt beim Schopfe packen, um das Projekt real werden zu lassen.“

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