Neubau am Servatiiplatz
WDR-Studio hinter grüner Gartenfassade

Münster -

Der Architektenwettbewerb für den Neubau am Servatiiplatz ist entschieden: Der Siegerentwurf sieht eine Gebäude mit grüner Gartenfassade vor. Dort soll unter anderem der WDR einziehen.

Freitag, 22.01.2021, 21:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 21:09 Uhr
Der vier- bis sechsgeschossige Neubau soll nach dem Siegerentwurf eine begrünte Fassade und ein Gründach bekommen.
Der vier- bis sechsgeschossige Neubau soll nach dem Siegerentwurf eine begrünte Fassade und ein Gründach bekommen. Foto: UWA - Weidemann Architekten

Die begrünte Fassade soll neben dem Gründach herausstechen und wäre einzigartig für Münster. Der vertikale Garten hangelt sich an dem vier- bis sechsgeschossigen Neubau auf dem Parkplatz am Servatiiplatz entlang. Eine weitere Besonderheit: Die Skybar an der Spitze des Gebäudes, in dem der WDR in den nächsten vier Jahren ein Studio beziehen möchte.

Der Architektenwettbewerb ist entschieden. Das Preisgericht hat die Arbeit des vergleichsweise kleineren Büros „UWA – Weidemann Architekten“ aus Münster zum Sieger gekürt und auch zur Umsetzung vorgeschlagen. UWA setzte sich in einem international besetzten Teilnehmerfeld mit 15 Architekturbüros, darunter zwei aus dem Münsterland, durch. Mit der Vergabe der Plätze zwei und drei an Büros aus Bochum beziehungsweise Berlin honorierte die Jury weitere Arbeiten mit hohen gestalterischen Ansprüchen, heißt es in einer Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung Münster (WFM) GmbH, die Bauherr werden soll.

Neubau im zweistelligen Millionenbereich

Wo sich heute der große Parkplatz gegenüber dem IDUNA-Hochhaus befindet, planen WFM, WDR und Stadt Münster einen Neubau im zweistelligen Millionenbereich, der sich durch ein innovatives Gebäudekonzept und eine hohe Nutzungsvielfalt auszeichnen soll. Als Ankernutzer wird der WDR hier Sendeinhalte produzieren. Daneben entsteht Raum für städtische Nutzungen aus den Bereichen Kommunikation, Austausch und Information, Bildung und modernes Arbeiten. So soll die Erdgeschosszone Platz für Veranstaltungsformate bieten. In den weiteren Geschossen sollen Angebote der Volkshochschule, ein kommunales Digitallabor und das Smart City Office einziehen.

 

So soll das neue WDR-Studio am Servatiiplatz aussehen

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  • Das Büro „UWA – Weidemann Architekten“ hat den Architektenwettbewerb für den Neubau am Servatiiplatz gewonnen. Das Preisgericht war unter anderem von der guten Einbindung des Gebäudekörpers in das komplexe städtebauliche Umfeld überzeugt. Hier ein Modell.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten
  • Der Lageplan zeigt, wo das neue WDR-Studio gebaut wird.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten
  • Das Büro „UWA – Weidemann Architekten“ hat den Architektenwettbewerb für den Neubau am Servatiiplatz gewonnen. Das Preisgericht war unter anderem von der guten Einbindung des Gebäudekörpers in das komplexe städtebauliche Umfeld überzeugt. Das Foto zeigt einen Querschnitt.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten
  • Das Büro „UWA – Weidemann Architekten“ hat den Architektenwettbewerb für den Neubau am Servatiiplatz gewonnen. Das Preisgericht war unter anderem von der guten Einbindung des Gebäudekörpers in das komplexe städtebauliche Umfeld überzeugt.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten
  • Urbanes Flair soll es auch im Inneren geben.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten
  • Die Fassade soll teilweise begrünt werden.

    Foto: UWA – Weidemann Architekten

 

„Der Neubau gibt der Stadt mehr zurück als er ihr nimmt.

Stadtbaurat Robin Denstorff

Aus Sicht der Preisrichter habe das Team UWA mit einer sehr guten Einbindung des Gebäudekörpers in das komplexe städtebauliche Umfeld überzeugt. Es zeige sich besonders in seiner Erdgeschosszone sehr transparent. Zur Friedrichstraße eröffnet, schlägt der Architekt einen shared space vor, der einen qualitätvollen, mit Außengastronomie nutzbaren neuen Stadtraum schafft. Das bis zu sechsgeschossige Gebäude füge sich in seiner Höhenentwicklung sehr gut in die Umgebung ein. Im Inneren falle besonders das große, bis zum Dach geöffnete Treppenhaus auf. „Der Neubau gibt der Stadt mehr zurück als er ihr nimmt. Das Gebäude gibt zeitgemäße Antworten auf die Fragen dieser Zeit“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff.

In den kommenden Monaten werden die Preisträger im Rahmen eines Verhandlungsverfahren nach der Vergabeverordnung aufgefordert. Im Rahmen des Verfahrens entscheidet sich, wer letztlich den Zuschlag für die Planung und Realisierung des Neubaus erhalten wird. Dabei geht das Büro, das mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, mit einem Punktevorsprung ins Rennen.

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