Start am 8. Februar
Impfzentren im Münsterland erhalten 6370 Impfdosen pro Woche

Münsterland -

Am 8. Februar beginnt die zweite Welle der Impfungen gegen das Coronavirus. Dann bekommen in den Impfzentren über 80-Jährige die Spritze. Am Wochenende wurde bekannt, wie viele Impfdosen zunächst geliefert werden. Derweil gab es im Kreis Steinfurt die erste Panne.

Sonntag, 24.01.2021, 15:50 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 18:10 Uhr
Der Impfstoff gegen das Coronavirus wird ab Februar in den Impfzentren verimpft.
Der Impfstoff gegen das Coronavirus wird ab Februar in den Impfzentren verimpft. Foto: dpa

In die münsterländischen Impfzentren sollen in den ersten beiden Monaten wöchentlich 6370 Impfdosen geliefert werden. Das geht aus einem aktuellen Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen hervor. Das entspricht einem Verteilschlüssel von einer Impfdose pro 256 Einwohnern.

  • Stadt Münster: 1230 Impf­dosen, 315 293 Einwohner, davon sind jetzt etwa 17 000 impfberechtigt.
  • Kreis Borken: 1448 Impfdosen, 371 339 Einwohner und 23 485 Impfberechtigte
  • Kreis Coesfeld: 860 Impfdosen, 220 586 Einwohner und 14 000 Impfberechtigte
  • Kreis Steinfurt: 1748 Impfdosen, 448 220 Einwohner, 30 000 Berechtigte
  • Kreis Warendorf: 1084 Impfdosen, 277 840 Einwohner

Anmeldung

Geimpft werden in den Impfzentren ab 8. Februar 80-Jährige, die zuhause leben. Sie können ab diesem Montag wahlweise über das Internet oder telefonisch Termine vereinbaren. Pünktlich zum Wochenende sollten sie dazu per Brief eingeladen worden sein. Das hat nicht überall reibungslos geklappt. Im Kreis Steinfurt blieben rund 10 000 Briefe liegen und erreichen die Senioren erst in den kommenden Tagen. Die Kreisverwaltung sieht den Fehler bei einem externen Dienstleister. Einen Termin vereinbaren können jedoch auch über 80-Jährige, die keine Post bekommen haben.

Impfstoff vorerst knapp

Am Wochenende wurde bekannt, dass zunächst nur nachmittags geimpft wird, weil noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Wegen der Lieferverzögerungen hat die EU den Druck auf die Hersteller verstärkt. „Wir erwarten, dass die von den Pharmaunternehmen bestätigten Verträge eingehalten werden“, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel. Um die Einhaltung der Verträge zu gewährleisten, könne die EU auch „juristische Mittel“ nutzen.

Die sieben-Tage-Inzidenzen haben sich derweil in den Münsterland-Kreisen und der Stadt Münster über das Wochenende nur leicht verändert. Den größten Rückgang meldete die Bezirksregierung für den Kreis Warendorf, wo die Zahl zwischen Freitag und Sonntag um rund 20 gesunken ist. Die Zahlen im Einzelnen (in Klammern: Freitag):

  • Stadt Münster: 39,6 (39,3)
  • Kreis Borken: 73,0 (71,1)
  • Kreis Coesfeld: 54,4 (53,5)
  • Kreis Steinfurt: 84,1 (87,9)
  • Kreis Warendorf: 109,8 (129,6)

Damit meldet Münster erneut den niedrigsten Wert in Nordrhein-Westfalen. Die höchste Inzidenz wurde im Kreis Höxter errechnet: 201,8.

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