Impfungen für über 80-Jährige
Lieferengpass sorgt für Verzögerungen

Münster -

Es zieht sich länger hin als erwartet: Ab Montag (25. Januar) können mobile Personen über 80 Jahre einen Impftermin machen. Doch schon jetzt ist klar, dass nicht alle 17 000 Berechtigten in Münster kurzfristig einen Termin bekommen.

Sonntag, 24.01.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 18:09 Uhr
Ab dem heutigen Montag können mobile Personen über 80 Jahre einen Impftermin machen. Doch schon jetzt ist klar, dass nicht alle 17 000 Berechtigten in Münster kurzfristig einen Termin bekommen. (Symbolbild)
Ab dem heutigen Montag können mobile Personen über 80 Jahre einen Impftermin machen. Doch schon jetzt ist klar, dass nicht alle 17 000 Berechtigten in Münster kurzfristig einen Termin bekommen. (Symbolbild) Foto: Bruna Prado/AP/dpa

Auftakt zur Terminvergabe: Ab Montag (25. Januar) können mobile Personen über 80 Jahre einen Impftermin machen. Doch schon jetzt ist klar, dass nicht alle 17 000 Berechtigten in Münster kurzfristig einen Termin bekommen und sich die Impfungen über Wochen hinziehen werden, teilt die Stadt mit.

Hintergrund sind die derzeitigen Engpässe bei den Impfstofflieferungen nach NRW und damit auch nach Münster. Weitere Impfstoff-Zulassungen seien allerdings vorgesehen, die Produktion des bislang in Münsters Pflegeeinrichtungen verwendeten Biontech-Impfstoffes werde in Kürze ausgebaut.

Ansturm befürchtet

Zur Anmeldung, ohne die niemand geimpft wird, führen zwei Wege: telefonisch unter 0800/116 117 02 (die Nummer gilt für ganz Westfalen-Lippe) oder über die Website www.116117.de. Die Leitungen sind täglich von 8 bis 22 Uhr geschaltet.

Experten fürchten direkt am ersten Tag einen Ansturm an Anmeldungen, die von der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert werden. Oberbürgermeister Markus Lewe sorgt sich im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Leitungen zusammenbrechen könnten. „Ich hoffe, dass die Anrufer nicht zu lange in der Leitung hängen und auch über die Homepage schnell weiter kommen“, sagte Lewe und sprach von einem „Vertrauenslackmustest“.

Solange der Impfstoff so knapp ist wie im Moment, befinden wir uns in einer schwierigen Zeit des Übergangs.

Wolfgang Heuer

Die Impftermine, die ab Montag vergeben werden, beginnen mit einer Woche Verspätung nun am 8. Februar. Ab dann sollen laut dem Land NRW wöchentlich 1230 Impfdosen für die erste Dosis zur Verfügung gestellt werden. Das Impfzentrum in der Messehalle Nord auf dem Gelände der Halle Münsterland ist seit Wochen logistisch startklar.

Die Stadt wartet auf ein Signal des Landes, dass mit neuer Verfügbarkeit von Impfstoffen die Impfstraßen in der Messehalle Nord alsbald besser ausgelastet und die Terminvergabe durch die KVWL entsprechend angepasst werden kann. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer: „Solange der Impfstoff so knapp ist wie im Moment, befinden wir uns in einer schwierigen Zeit des Übergangs. Wir sind aber auf dem richtigen Weg.“ 

               

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