Stadtwerke und Wohn- und Stadtbau
Kooperation für Sonnenstrom von Münsters Dächern

Münster -

Dachflächen sind in vielen Fällen ungenutzte Fläche. Bei den Gebäude der Wohn- und Stadtbau soll sich das künftig ändern. Auf den Dächern soll in Kooperation mit den Stadtwerken Sonnenstrom gewonnen werden. 

Montag, 25.01.2021, 12:00 Uhr
Stadtwerke und Wohn- und Stadtbau: Kooperation für Sonnenstrom von Münsters Dächern
Bevor das Baugerüst entfernt wird, schauten sich Frederik Stroetmann (Stadtwerke Münster) undAndreas Jenschke (Wohn + Stadtbau) die neuen Photovoltaik-Anlagen an der Von-Stauffenberg-Straße noch einmal aus der Nähe an. Foto: Stadtwerke Münster

Die Wohn- und Stadtbau und die Stadtwerke Münster wollen für mehr klimaneutrale Sonnenenergie in Münster sorgen und heben gemeinsam die vorhandenen Dachflächen-Potenziale der städtischen Wohnungsgesellschaft. Dieses gemeinsame Ziel hielten Dr. Christian Jaeger, Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, und Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk nun in einem Kooperationsvertrag fest.

"Die Wohn- und Stadtbau stellt den Stadtwerken Informationen über verfügbare Dachflächen zur Verfügung, die Stadtwerke pachten geeignete Flächen an, errichten und betreiben Photovoltaik-Anlagen", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Mit ihrer Vereinbarung gehen die beiden städtischen Gesellschaften einen Schritt weiter als ihnen vom Rat der Stadt aufgetragen wurde, wie es weiter heißt: "Im Fokus stehen nicht nur die geplanten Neubauten der städtischen Wohnungsgesellschaft auf den Konversionsflächen der York- und Oxford-Kasernen, sondern sämtliche Dächer im Gebäudebestand der Wohn- und Stadtbau." Schon im Planungsstadium ihrer Neubauten denke die Wohn- und Stadtbau künftig die Sonnenkraftwerke auf dem Dach mit, indem beispielsweise die Statik entsprechend ausgelegt und Leerrohre vorgesehen werden.

Fläche so groß wie 28 Fußballfelder

Das noch ungenutzte Flächenpotenzial sei enorm: Die städtische Wohnungsgesellschaft bewirtschaftet derzeit rund 1000 Gebäude mit gut 200.000 m² Dachfläche. Die Fläche entspreche 28 Fußballfeldern. Jedes Dach prüfen die Photovoltaik-Experten der Stadtwerke nun einzeln, ob es sich für die Installation einer Anlage eignet. "Den gewonnenen Strom speisen die Stadtwerke ein und steigern damit kontinuierlich den Anteil des Ökostroms im münsterischen Stromnetz", so die Mitteilung

„Für unser Ziel, die münsterschen Haushalte in Münster bis 2030 mit selbst produziertem, erneuerbarem Strom zu versorgen machen wir Tempo und sind dabei, die Photovoltaik in Münster deutlich ausbauen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. „Wir freuen uns, im Schulterschluss mit der Wohn- und Stadtbau die Energiewende in Münster voranzubringen.“ Dr. Christian Jaeger ergänzt: „Die Energieeinsparung über Dämmung und Gebäudetechnik stößt mittlerweile an ihre Grenzen. Der Schlüssel für die Zukunft liegt in der  CO2-armen Energieerzeugung. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Photovoltaik und Solarthermie sind durchweg positiv.“

Tonnenweise  CO2 einsparen

Die ersten Früchte der Kooperation seien bereits an der Von-Stauffenberg-Straße zu sehen. Im Zuge einer umfassenden Dach- und Fassadensanierung statten die Partner bereits im Herbst zwei Mehrfamilienhäuser auf rund 1000 Quadratmetern Dachfläche mit Photovoltaikmodulen aus. Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 200 Kilowattpeak (kwp) produzieren jährlich Strom für rund 45 Haushalte. So sparen die neuen Sonnenkraftwerke an der Von-Stauffenberg-Straße jährlich mehr als 100 Tonnen klimaschädliches CO2 ein.

Die Mieter der Wohn + Stadtbau haben durch die Kooperation von Vermieter und Versorger klare Vorteile: Gemeinsam entwickeln die Partner ein Mieterstrom-Angebot für Mieterhaushalte in Gebäuden mit einer neuen Stadtwerke-PV-Anlage. Ein weiteres gemeinsames Thema ist die Elektromobilität in geplanten Neubauten und zunehmend auch in Bestandsgebäuden.

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