Nach Brand in ehemaligem Ausflugslokal Maikotten
Polizei sucht Hinweise auf Brandstiftung

Münster -

Der nächtliche Brand im ehemaligen Ausflugslokal Maikotten war der dritte in vier Jahren. Jedes Mal ermittelte die Polizei wegen Brandstiftung. Auch jetzt suchen die Beamten Zeugen.

Montag, 25.01.2021, 13:00 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 14:53 Uhr
Zum dritten Mal seit 2017 brannte es im früheren Ausflugslokal Maikotten. Die Polizei sucht Zeugen.
Zum dritten Mal seit 2017 brannte es im früheren Ausflugslokal Maikotten. Die Polizei sucht Zeugen. Foto: hpe

Im Februar 2017 wurde im Ausflugslokal Maikotten und der darüberliegenden Wohnung Brandbeschleuniger entdeckt. Damals hieß es, der mutmaßliche Brandstifter sei anscheinend gestört worden, bevor er seine Tat ausführen konnte. Die Polizei ermittelte.

Im Mai 2017 brannte es tatsächlich im Maikotten. Das Hauptgebäude und der Schankraum wurden zerstört, der langjährige Pächter zog sich kurz danach zurück. Die Polizei ermittelte wegen Brandstitung.

Dritter Brand seit 2017

Am 4. Advent 2018 brannte es erneut im Maikotten. Diesmal wurden der Dachstuhl und der Wintergarten in Mitleidenschaft gezogen. Das Gebäude wurde endgültig unbenutzbar. Die Polizei ermittelte wegen Brandstiftung.

Und jetzt? Jetzt stand erneut die Ruine in Flammen. Am frühen Sonntagmorgen waren 70 Feuerwehrleute von zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr sowie vier Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr neun Stunden lang im Dauereinsatz. Ein Abbruchunternehmer musste mit einem Greifbagger zu Hilfe kommen, um die Ruine so weit auseinanderzunehmen, dass der Brand ohne Gefahr für die Einsatzkräfte überhaupt gelöscht werden konnte.

Brandstiftung bislang nicht ausgeschlossen

Brandstiftung? „Das kann nicht ausgeschlossen werden“, sagt eine Polizeisprecherin. Deshalb werden mögliche Zeugen gebeten, sich zu melden. Das Feuer in dem bereits ausgebrannten Ausflugslokal am Maikottenweg war gegen 4.50 Uhr von mehreren Anrufern gemeldet worden. Man habe noch keine konkreten Hinweise auf Brandstiftung, sagt die Polizeisprecherin. Die Feuerwehrleute hatten jedenfalls bemerkt, das es in der Ruine keinen Strom gab und keine Elektrotechnik angeschlossen war. Allerdings sollen in der Ruine immer wieder mal obdachlose Menschen genächtigt haben.

Dass in dem Gebiet südlich des früheren Traditionslokals ein Neubaugebiet mit 280 Wohnungen entstehen soll, ist seit 2016 bekannt. Dabei war grundsätzlich davon die Rede, die Gastronomie zu erhalten. Auch die derzeit in den politischen Gremien diskutierte Vorlage erwähnt die „gastronomische Nutzung“. Der Plan, das alte Traditionslokal wiederaufzubauen, war allerdings bereits seit zwei Jahren vom Tisch.

Polizei bittet um Hinweise

Nach den intensiven Ermittlungen zu den Bränden 2017 und 2018 habe sich „kein dringender Tatverdacht“ ergeben, teilt die Polizei auf Anfrage mit. Die Staatsanwaltschaft habe die Verfahren eingestellt.

Vielleicht gibt es diesmal eine Spur: Die Polizei bittet um Hinwiese auf den Brand in der Nacht zum 24. Januar:   0251/2750.

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