Ausschreitungen in den Niederlanden
Prof. Friso Wielenga im Interview: „So sind wir doch gar nicht!“

Münster -

Drei Tage lang gab es nach Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre schwere Unruhen in fast allen niederländischen Provinzen. Die Randalierer gehören zu einer Minderheit – die Mehrheit im Land ist von den Krawallen entsetzt, meint Münsters bekanntester Niederländer Friso Wielenga. Von Lukas Speckmann
Mittwoch, 27.01.2021, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.01.2021, 21:00 Uhr
Aufräumen nach den Krawallen: In fast allen niederländischen Provinzen gab es Zerstörungen, berichtet Prof
Aufräumen nach den Krawallen: In fast allen niederländischen Provinzen gab es Zerstörungen, berichtet Prof Foto: Peter Dejong, AP, dpa / ZNS

Drei Nächte lang wurden die Niederlande nach Protesten gegen Corona-Maßnahmen von Krawall erschüttert. Auch Prof. Dr. Friso Wielenga, Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien in Münster, sucht nach Erklärungen.

Wann waren Sie zuletzt in den Niederlanden?

Wielenga: Zufällig noch am Montag in einer dringenden Behördenangelegenheit in Enschede. Auch da hat es Ausschreitungen gegeben, sogar das Krankenhaus wurde bedroht. Die Menschen sind entsetzt und ratlos – aber auch erleichtert, dass es inzwischen wieder etwas ruhiger geworden ist. In der Öffentlichkeit höre ich vor allem den Satz: „So sind wir doch gar nicht!“

Wann gab es zuletzt eine solche Krise im Land?

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