Corona-Pandemie
Letzte Personaleinweisung im Impfzentrum Münster

Am Montag (8. Februar) beginnen im Impfzentrum in der Halle Münsterland die Impfungen der über 80-Jährigen. Die Stadtverwaltung hat vor dem Wochenende alle Mitarbeiter eingewiesen - und erläutert, wie der Weg durch das Impfzentrum funktioniert.

Freitag, 05.02.2021, 14:35 Uhr
Corona-Pandemie: Letzte Personaleinweisung im Impfzentrum Münster
Im Wartebereich des Impfzentrums Münster – hier werden die geimpften Personen noch für etwa eine halbe Stunde verbleiben – gibt es ein kostenfreies WLAN-Angebot und eine LED-Wand mit beeindruckenden Luftaufnahmen Münsters. Foto: Stadt Münster

Wenn am kommenden Montag (8. Februar) das Impfzentrum Münster eröffnet wird, blieb die umgebaute Halle Nord für den eigentlichen Zweck zwar 55 Tage lang ungenutzt. Untätig waren die zahlreichen Mitarbeiter von Stadtverwaltung, Berufsfeuerwehr, Kassenärztlicher Vereinigung, MCC, Sicherheitsdienst, Apothekerkammer und Hilfsorganisationen laut einer Mitteilung der Stadt in dieser Zeit aber keinesfalls. Nicht nur die Impfkampagne in den stationären Pflegeeinrichtungen wurde von hier aus seit Anfang Dezember gesteuert, sondern auch die in- wie externe Organisation des Verfahrens fortlaufend nachjustiert und optimiert. 

"Teil eines Jahrhundertereignisses"

An diesem Freitag wurden vor Ort letzte Personaleinweisungen vorgenommen, insbesondere Sanitäts- und Sicherheitsdienste auf die künftige Arbeit ab- wie eingestimmt: "Wir werden hier Teil eines Jahrhundertereignisses, solch eine Pandemiesituation kennen wir vielleicht aus Geschichtsbüchern, haben ähnliches aber selbst noch nie erlebt", so Gottfried Wingler-Scholz, Leiter der hier federführenden Berufsfeuerwehr Münster, in seiner Ansprache, "und ich darf Ihnen schon jetzt dafür danken, dass Sie bereit sind, hier mit zu unterstützen, hier zu helfen – damit der Start des Impfzentrums am Montag ein guter sein wird."

Informationen zum Impfzentrum

Im Impfzentrum Münster besteht aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten ein absolutes Fotografier- und Filmverbot. Auf Monitoren und einer großen LED-Wand im Wartebereich der Halle werden Angebote zur Unterhaltung eingespielt – darunter zahlreiche Kurzfilme mit Luftaufnahmen der Stadt Münster aus dem Kinoerfolg "Münster above", aber auch Präventionsfilme der Polizei und Zeitrafferaufnahmen vom Aufbau des Impfzentrums. Dazu gibt es in der Halle ein kostenfreies WLAN-Angebot.

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Eine insgesamt dreistellige Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde auf den Impfauftakt vorbereitet. Ab Montag werden dann vier Impfstraßen in Betrieb genommen, 180 Münsteranerinnen und Münsteraner im Alter von 80 Jahren und älter zur Erstimpfung erwartet. Insgesamt stellt das Land dem münsterschen Impfzentrum 1230 Biontech-Impfdosen pro Woche und zunächst bis Ende Februar zur Verfügung – Stand jetzt, wie die Stadt mitteilt. Da in den kommenden Wochen aber mit einer deutlichen Aufstockung der Lieferungen zu rechnen sei, könne das Team im Impfzentrum schnell reagieren und die Menge der Impfstraßen, aber auch den Durchlauf zügig anpassen. 

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Zahlreiche Kräfte der Sicherheits- und Sanitätsdienste wurden am Freitag in der Halle Münsterland noch einmal in ihr künftiges Betätigungsfeld eingewiesen. Foto: Sadt Münster

Der Ablauf einer Impfung

Anmeldung: Bürgerinnen und Bürger können nur dann in ein Impfzentrum eingelassen werden, wenn sie einen gültigen Termin für den jeweiligen Tag haben und der entsprechenden Priorisierungsgruppe angehören. Dies trifft in der ersten Phase ausschließlich auf Personen zu, die mindestens 80 Jahre alt sind. Es macht laut Mitteilung der Stadt keinen Sinn, ohne Termin zum Impfzentrum zu kommen, die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen wird genau auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt sein.

Anreise: Der Standort des Impfzentrums ist so ausgewählt worden, dass es gut zu erreichen ist. In allen Bereichen des Impfzentrums und auch schon vor der Halle gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Mund und Nase sind während des gesamten Aufenthalts durch eine medizinische Maske (beispielsweise FFP2, KN95 oder OP-Maske) zu bedecken.

Eingang: Nach Überprüfung des Termins werden dem Impfling die notwendigen Merkblätter/Anamnese- und Einwilligungsunterlagen ausgehändigt. Danach wird eine Impfstraße zugewiesen.

Aufklärung: Hier erfolgt die Impfaufklärung/-beratung durch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte. Die Impfung erfolgt nur mit ausdrücklicher Einwilligung und nur, wenn keine Komplikationen vorliegen. Das wird in einem Anamnese- und Einwilligungsbogen abgefragt. Nach der Einwilligung wird eine Impfkabine zugewiesen.

Impfung: Die Impfung wird von qualifiziertem medizinischen Personal der KVWL durchgeführt. Sie verläuft ähnlich wie bei den bekannten Grundimpfungen: Der Impfstoff werde intramuskulär in den Oberarm gespritzt. Dabei wird eine sehr kleine Menge injiziert. Die Einstichstelle wird mit einem Pflaster geschützt.

Wartebereich: Nach der Impfung bleiben die Impflinge noch rund 30 Minuten zur Überwachung im Nachbeobachtungsbereich.

Ausgang: Danach werden die Unterlagen am Ende der Impfstraße entgegengenommen und der Impfling verlässt das Impfzentrum. Wichtig: Den Termin für die Zweitimpfung sollte jeder Impfling dann sicher vereinbart haben.

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